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Riiabona

unregistriert

1

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 16:32

Verstaubte Poesie

Bin gerade dran, alte Disketten durchzustöbern und stiess auf dieses Gedicht, dass ich irgendwann anno domini geschrieben hab...

Der Weg

Du hast gezaudert, diesen Schritt zu tun.
Nun stehst Du da und siehst Dich um.
Du siehst, was Du früher nie gesehen,
Du weisst, es war richtig diesen Weg zu gehen.
War es die Angst, die Dich so lange hielt?
War es der Zweifel, der Dich befiel?
Doch Dein Herz hat lange gerufen
diesen Weg endlich zu suchen.
Gesprengt sind die Ketten die Dich banden,
fort die Zweifel, die in Dir Nahrung fanden.
Dafür kam zu Dir nun Erkenntnis und Kraft
die Dich über die Horizonte sehen lässt.
Diesen Weg hast Du bezwungen
bei jedem Schritt mit Dir selbst gerungen.
So sieh nun hin, ganz genau und klar
Da steht ein anderer Mensch, als vorher war.
Nimm dies Geschenk, es ist Zeit zum Weitergehen
an Orte die Du vorher noch nie gesehen.
Auch hier werden Hindernisse kommen
doch Deine wahre Kraft hat jetzt erst begonnen...

Huii, war ich mal poetisch. Wenn ich sowas heute schreiben müsste... Hach ja....

Grüsse in Erinnerungen schwelgend
Riiabona

Aufidius

unregistriert

2

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 19:17

Poesie

Du bist ja eine echte "Bardin".

Wirklich schön, das könnten fast die Gedanken eines re-enactors sein. :D

Die Beschäftigung mit alten Kulturen erweitert auch den Horizont und man entdeckt beim Basteln der Ausrüstung immer wieder neue Fähigkeiten, nicht wahr?

Riiabona

unregistriert

3

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 19:33

Danke für die Blumen! Das bedeutet, dass ein kleiner Nachschlag sicherlich nicht schadet... ich hab gerade noch ein verstaubtes Teil ausgegraben....

Schatten im Nebel

Wenn Du auf schweren Pfaden gehst
oder vor einem hohen Berge stehst

Von Zeit zu Zeit, wende Dein Gesicht
und Du siehst, alleine bist Du nicht.

Schatten im Nebel werden im Dunkeln bei Dir sein.
Ja! Wir sind es, Deine Freunde! Und wir lassen Dich nicht allein!

Schatten im Nebel sind bei Dir auf jedem Schritt.
Denn diesen Weg gehen wir mit Dir mit!


Doch unter uns, wenn es hier auf dem diesem Forum einen wahren Barden gibt, dann diesen hier....

4

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 19:48



Nana. net alles veraten
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

Aufidius

unregistriert

5

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 19:56

Zitat

Nana. net alles veraten


Warum denn nicht?

Einer meiner Ausbilder hat mal gesagt: "Stelle Dein Licht nicht unter den Scheffel, es könnte niemand kommen der den Scheffel hochhebt."

Bin gerade dabei die Gedichte durchzulesen,
plausus magnus!

Riiabona

unregistriert

6

Freitag, 2. Dezember 2005, 10:08

Die Neugierde ob ich noch ein paar Tropfen Poesie in mir habe, liess mich nicht zur Ruhe kommen. Inspiriert von den wunderschönen Gedichten des grossen Meisters, die zugleich Geschichten erzählen, hab ich mich hiermit versucht.

Der Traum

Sag mir mein Traum wo führst du mich hin?
Es ist so dunkel hier, ich weiss nicht wo ich bin.
Ich will aber nicht in diesen dunklen Gefilden sein.
Bring mich von hier weg, ans Licht, ich will wieder Heim!

Willst Du denn nur alltäglich eitlen Sonnenschein?
Soll das Licht denn für dich einfach gewöhnlich sein?
Der Traum blickte ernst und erhob seine gewaltigen Schwingen.
Nun geh, Menschenkind, durch diese Dunkelheit sollst du dich ringen!

Ich kämpfte, frohr, wütete, verfluchte und litt. Zweifel nagten an meiner Seele.
Gab auf, fing neu an, versagte, tobte und schrie aus voller Kehle.Kämpfte gegen Schatten, siegte und unterlag, überall waren sie, immer wieder
Meine Kräfte schwanden, konnte nicht mehr kämpfen und sank erschöpft hernieder

Da bist du ja wieder Menschenkind! lachte eine Stimme über mir
Ich lag auf einer Blumenwiese und wilde Pferde weideten hier
Der Traum lächelte auf mich herab: Steh auf und öffne Deine Hand!
Tat wie mir geheissen und staunte auf den edlen Stein den ich dort fand.

Wo war ich, was ist geschehen? Wollte ich wissen vom Traum und bat um Erklärungen.
In deiner Schattenwelt warst du und hast mir dir gegen deine Schatten gerungen.
Wisse, Menschenkind, ein jeder von euch hat diese Kämpfe auszustehen
doch ihr werdet nie ohne eine neue Gabe aus solchen Gefechten gehen

Sieh diesen, deinen bunten Stein, diesen hast du dir selbst aus eigener Kraft errungen!
Dafür hast du gekämpft und gelitten und in dir viele dunkle Schatten bezwungen.
Er birgt viele neue Kräfte, Wissen und manche guten Gaben für dein Leben
Nimm ihn in dein Herz hinein und schau selber was dir nun Neues gegeben

Stolz blickte ich hinter mich in diese dunklen Täler, welche ich kämpfend durschschritten
Vor mir stieg die Sonne empor, ihre Strahlen haben die letzten dunklen Wolken durchschnitten.
Was bedeutet es dir nun, das Licht? Fragte der Traum und glitzerte in bunter Farbenpracht.
Ich staunte über diese bunte Welt, sah ins Licht und spürte wieder eine unbändige Kraft.

Der Traum hob seine farbenen Schwingen. Nun wird ich Dich wieder verlassen!
Draussen wird es Tag, die Sonne geht auf und lässt die Nacht verblassen.
Vergiss aber nicht, wie im Grossen, so ist es auch im Kleinen.
Nach jeder Nacht folgt ein Tag, nach jedem Regem wird die Sonne scheinen.

Der Regen und die Nacht sind wichtig, wie die Sonnenstrahlen, die dich wärmen
ohne sie kannst Du nicht wachsen, nicht gedeihen, denn Leben heisst lernen.
Draussen sang eine Amsel und weckte mich mit ihrem schönen Lied.
Und ich dankte dem Traum bevor ich gestärkt aus dem warmen Bette stieg.

Soviel zu meiner poetischen Schandtat


7

Freitag, 2. Dezember 2005, 17:54

SCHÖÖÖN
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

Fredewulf

unregistriert

8

Mittwoch, 21. Dezember 2005, 19:05

Zu allem Überfluß noch eine alte Schinkenscheibe von mir.

Der Zug der Burgunder

Voran Herr König Gunther und Hagen sein Vasall,
wir sind ein Zug Burgunder und ziehn fort mit Schall.
Wir sind zu Fest geladen zum fernen Hunnenhofe,
dort ist des Königs Schwesterlein Fürst Etzels Edelzofe.
Fort, fort gen Walhall schreiten wir weiter in die Not,
Kriemhild, sie wird sich rächen für ihres Gatten Tod.
Von Brunhild, der Walküre, ließen wir uns leiten,
für Brundhilds heiße Liebe gegen Siegfried streiten.
Voran Herr König Gunther und Hagen sein Vasall,
sie führen uns zum Ende, wir gehen bald zu Fall.
Wir sind zu Fest geladen bei Wotan unsrem Herrn,
in Walhalla ist die Ruhe, doch Walhalla ist fern.

Verdammt Burgunden sind gar keine Kelten. :rolleyes:

MfG Robert

Riiabona

unregistriert

9

Donnerstag, 22. Dezember 2005, 09:58

Hoi Robert

Hier scheinen sich ein ganzes Rudel "verstaubte Poeten" auf dem Forum Gallicum zu tummeln

Eine feine Schinkenscheibe, die Du uns da servierst! Ein delikater Happen, wirklich gut! Gibt's einen Nachschlag?

Lass es brodeln in der Poetenküche! :)

Anerkennende Grüsse