Dienstag, 12. Dezember 2017, 21:03 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

1

Montag, 6. Februar 2006, 21:47

Vogel aus Bein vom Dürrnberg bei Hallein

Hallo weiss jemand was der genau für ne verwendung der hatt? Hab ihn halt mal unter Schmuck geschoben
Das bild stammt von:
http://www.hr-replikate.de
Nur das die aus Bronze sind und mit ner öse oder so am Rücken!



Bin im Glauberg Katalog darauf gestossen. Aber da steht nicht was das genau ist! Ist der auch mit öse oder so? woie sieht der rücken aus weis das jemand glat oder gleich wie vorne!

Würde den gerne mal nachmachen aus Knochen!


Iactis Markus
„manus manum lavat“
(Eine Hand wäscht die andere)


http://www.epochenspringer.de/

http://www.projekt-latene.de/

2

Dienstag, 7. Februar 2006, 08:46

Hallo Makusalix,

der Vogel hat überraschend viel Ähnlichkeit mit einem Aufnähplättchen aus Gold in Form eines Raubvogels aus dem skythischen Kurgan von Melgunow-Litoi (Seite 88. Die Skythen und andere Steppenvoölker von Veronique Schiltz, C.H. Beck)

Vielleicht haben die Kelten Aufnähplättchen aus Bein verwandt???? ?( ?( ?(
schönen Gruß

Hagen

3

Dienstag, 7. Februar 2006, 17:19

Wäre vielleicht nee möglichkeit!

Iactis Markus
„manus manum lavat“
(Eine Hand wäscht die andere)


http://www.epochenspringer.de/

http://www.projekt-latene.de/

4

Dienstag, 7. Februar 2006, 20:36

Aber hätte sich Bein nicht erhalten? ?( Na gut vielleicht hat man ja bloß noch keine gefunden?!

lg Stephan

EDIT: Uups hab grade erst gesehen dass die Originale ja aus Bein sind. Sorry.:rolleyes:

lg Stephan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dain II.« (7. Februar 2006, 21:07)


5

Dienstag, 7. Februar 2006, 20:52

Hallo Markus,

so wie ich das bei Holger Ratsdorf lese, ist nur die Replik mit einer versteckten Öse auf der Rückseite versehen. Das Original habe ich in meinem kleinen Büchlein "Die Schnabelkanne vom Dürrnberg" (Fritz Moosleitner, Salzburger Museum Carolino Augusteum) entdeckt. Da wird allerdings auch nicht näher auf die Verwendung eingegangen. Es wird allgemein als Zierstück aus Bein genannt, welches in Dürrnberg in Grab 102 gefunden wurde. Man vergleicht den Stil dieses "Vogels" mit den Vogelbildern des Situlenstils. Nur wurden hier die eigentlich typischen abgewinkelten Flügel weggelassen. Der palmettförmige Schwanz sei aber z.B. klassisch. Die Situlenkunst wiederum soll von etruskischen Arbeiten beeinflusst sein, welche auf griechische Vasenbilder des 7. Jh. v. Chr., und hier auf korinthische Gefäße zurückgeht.

Der Situlenstil ist lt. Moosleitner übrigens im Bereich der südostalpinen Hallstattkultur (Venetien, Krain, Südalpentäler) heimisch und vom 7. - 5. Jh. v. Chr. auf getriebenen Bildfriesen der bronzenen Situlen zu finden.

Damit hat sichs aber erschöpft...

Grüße
Oliver

6

Mittwoch, 8. Februar 2006, 11:38

Irgendwie erinnert mich das an einen FLT-Gürtelhaken aus Nidderau:



hessenArchäologie2002
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

7

Mittwoch, 22. Februar 2006, 16:07

Ich habe mal eine Anfrage an Herr Mag. Zeller geschickt.
Laut ihm hatte damals schon Herr Moosleitner Probleme die Funktion zu deuten.
Das Objekt war möglicherweise auf eine organische Unterlage geklebt, da es keinerlei Befestigungsösen oder ähnliches aufweist.
Vielleicht auch als Beschlag einer hölzernen Kanne.

Es gibt Zwei Bronzevögel mit
Standfläche vom Raumsaukopf/Dürrnberg. Diese waren auf einer planen Unterlage positioniert (s.d. Zeller, Der Dürrnberg bei Hallein, 2001, S. 81)

Simon
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama