Friday, September 10th 2010, 1:33pm UTC+2

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121

Monday, August 23rd 2010, 9:59am

Waldalgemheim ist natürlich floral, geschwungen etc. Datiert aber nicht mehr Lt A. Natürlich kann man die gesamte Fühlaténezeit nehmen, aber das wären dann schon ca. 170 Jahre und da gibt es einige Verädnerungen. Ich sehe bei Lt A Sachen oder HEK II A Sachen, also jetzt mal regional aufs Saarland bezogen, keinen Waldalgesheimstil. Schwach ausgeprägt bzw. in der Entwicklung ist er schon in der Frauenbestattung von Gehweiler zu sehen. Die Datiert aber schon späte Laténe A.
Also Prägung durch Waldlagesheim ja, aber dann doch auch ab Lt B. Schließlich gibt es ja auch in der Frühlaténezeit Unterschiede.
Stark gr. Einfluss bei Roquepertuse bestreite ich sicher nicht. Aber auch etrusk. Abbildungen, die ja dann hier einen starken Einfluß haben, zeigen solche Muster auch auf der Bewaffnung. Die Schnabelkanne vom Glauberg ist wiederrum ein Schnabelkannentyp den es bei den Etruskern nicht gab wenn ich mich nicht irre. Diese Sorte von Schnabelkannen, Glauberg, Hallein und die zwei aus Basse Yutz sind meines Wissens kein etruskisches Importstück mehr.

Also regionaltypische Einflüsse ja sehr gerne (mit Bezug auf das Saarland und Rheinland Pfalz), aber dann am besten hier keine Linos, keine Berru Helme, etc.
CROM grant me Revenge! :rauchen:

This post has been edited 2 times, last edit by "Patrick" (Aug 23rd 2010, 11:27am)


122

Monday, August 23rd 2010, 11:08am

Joze für was ist jetzt dein einwurf mit den drei Links? Dort geht es um Griechische Panzer.


Gruß Markus

Zitat

Wenn das auf und abbauen nicht wär, könnte Lagern so schön sein!


„manus manum lavat“
(Eine Hand wäscht die andere)

123

Monday, August 23rd 2010, 12:33pm

So könnte man es sehen, Patrick.
Der jeweilige Anspruch definiert die individuelle Form der Darstellung.
Ob man sich dabei am temporär gültigen Kenntnisstand orientiert und die Palette seiner Präsentation räumlich und zeitlich einschränkt, oder alternativ ein entsprechend weiteres und umfassenderes Spektrum zulässt. Letzteres trifft wohl auf die Mehrzahl mir bekannter Akteure zu.
Meinen Empfehlungen würde ich auch immer Ausnahmen und Möglichkeiten einräumen, und sie nicht als schwarz oder weiß deklarieren.
Höre viel und sage nur nötiges.
Weise reden, weil sie etwas zu sagen haben, Toren sagen etwas, weil sie reden müssen. Plato 428-348

124

Thursday, August 26th 2010, 2:48am

Hi Leute,

dann werd ich die Idee mit dem Widderkopf wohl besser wieder verwerfen. War auch eher eine weniger recherchierte Spontanidee: ich und hatte grad eine Seite über die Kanne offen und musste zufällig an die griechischen Linos mit dem Gorgonenhaupt denken. Bevor ich dannn tatsächlich ans Verzieren gehe, werd ich mich noch ein wenig ausgiebiger informieren.

greetz

Marius

125

Friday, August 27th 2010, 6:17pm

Um noch mal auf die Pteryges zurückzukommen: Bei mir sind sie, wie zu erwarten gewesen war, gebrochen. Ich hatte sie genau wie du an die Platte angeschnitten. Ich hab sie daher, wie Patrick und Markus, jetzt ebenfalls mit zwei Lederstreifen innen und außen vernäht. Also schneid sie am besten sauber ab und näh sie dann wieder an. Du musst ja vermutich eh den Panzer etwas kürzen.
Oh, ihr sterblichen Todesboten, deren rohe Kehlen Jupiters, des Unsterblichen, Drohung brüllend übertönen!
P. O'Brian

126

Friday, August 27th 2010, 7:19pm


Ich komme um den Verdacht nicht herum, dass die Pteryges in der Realität länger waren. Das meine ich jetzt für alle gezeigten Rekos. Rein von der theoretischen Überlegung her, würde ich meinen, der steife Teil des Panzers endet oberhalb des Beckens, sowie Markus und Patrick das auch sehen, aber die Leder/Leinen/sonstwas Streifen sollten nach meinem Eindruck eigentlich deutlich bis Mitte Oberschenkel reichen.


Meine sind extra so kurz, weil die meisten keltischen und insbesondere die etruskischen Darstellungen kurze Pteryges zeigen.
Die griechischen waren definitiv länger. Also kommt hier mein persönlicher Ausdruck zum tragen, da ich eher den Etruskischen Einfluss für die LT sehe als den griechischen.
Die Popolo die Brig haben für Ihren Panzer, der zwar eine Leder-Holz-Kompositkonstruktion ist, eine gute Lösung für die Beweglichkeit gefunden.
Ihre Pteryges des Glanumpanzers sind aus Quadraten die sie aneinander nähten.
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama