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Leuthari

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1

Freitag, 21. Januar 2011, 20:26

Schnitt und Naht des Marx-Etzel Kittels

Hallo, kann mir jemand Auskunft über den Schnitt und die Naht des Marx-Etzel Kittels geben.
Ich habe nämlich das Problem, dass ich unter meiner Thorsberg Tunika in der kalten JAhreszeit max. eine Tunika drunter tragen kann, was dann doch, trotz Mantel, sehr luftig ist.
Bin also der Suche nach einer Alternative, die ich darüber ziehen könnte. Marx-Etzel passt zeitlich zwar nicht, aber vielleicht gibt es ja etwas Vergleichbares? Kann mir da jemand helfen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leuthari« (21. Januar 2011, 20:27)


2

Freitag, 21. Januar 2011, 20:46

.... bei kalten Wetterbedingungen haben sich - in meinem Fall - die gleichen Gewaender (wie die "Sommerklamotten") - aus warmem Wollstoff nachgenaeht, bestens bewaehrt.. wem die Wolle auf der nackten Haut (kommt auf en Wollstoff an), zu kratzig ist, kann sich mit einer schlichten Leinentunika als "Untergewand" aushelfen, das hat sich bei der winterlichen Zwiebel-Anziehtechnik bestens bewaehrt! Ich wuerde da zeitlich garnicht so weit "ausgreifen" ;)
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."
Teresa von Ávila

Leuthari

unregistriert

3

Freitag, 21. Januar 2011, 21:49

Hallo Magali.
Also, die Über- und Untertunika bestehen beide aus relativ schwerer Wolle, aber das reicht im Winter oder Herbst auch kaum aus. Und aufgrund des recht engen Schnitts der Obertunika (gerade an den Armen und unter den Achseln ) ist es nicht möglich da mehr darunter zu ziehen.

Beate

unregistriert

4

Samstag, 22. Januar 2011, 08:57

Hallo, Leuthari!

Hast du den Schlabow "
Textilfunde der Eisenzeit in Norddeutschland"? Dort ist das Oberteil von Marx-Etzel genau beschrieben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Beate« (22. Januar 2011, 08:59)


5

Samstag, 22. Januar 2011, 09:49

Hallo Leuthari!
Welche Zeit/Kultur machst du eigentlich?
Stimmt dass die Tuniken eng waren und genausu auch die Hosen. Aber man kann aucht nicht wissen, ob der Mann damals die gleiche Figur wie du gehabt hat, also einen schweren Mann mit 100 kg kannst du nicht mit der selben Bekleidung anziehen, wie zB. einen 60 kg schweren Mann.
Zwiebelartige Tunika-Bekleidung ist ab den Vikinger-Zeit und dabekannt. (ich mag selber aber wegen aesthetischen Look auch)

... Ich denke, dass den Schnitt schon mal die Sylvia verlinkt hat, habe den Schnitt schon in Web gesehen.

Sonnst über Winterkleidung - es gibt schon da in Forum Themen die haben diesen Problem ausdiskutiert - nutze den Suchbutton!

Anm: Beitrag habe schon heute früh geschrieben, habe aber in dem Moment schlechten Signal zu Internet gehabt und wurde noch nicht angepostet.
Joze

meirah

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6

Sonntag, 23. Januar 2011, 23:52

[attach]42[/attach]..hab mal eine Abbildung rausgesucht

Beate

unregistriert

7

Montag, 24. Januar 2011, 09:03

Huch... ich habe grade dies vermieden, dito den Text aus dem Schlabow-Buch hier reinzukopieren, weil das meines Wissen nicht erlaubt ist (Urheberrecht). ?(

Ich geh aber mal davon aus, dass Leuthari das Buch hat, denn die Thorsberg-Tunika wird dort ja auch beschrieben (allerdings nicht fehlerfrei).

Beate

unregistriert

8

Dienstag, 25. Januar 2011, 20:01

RE: Schnitt und Naht des Marx-Etzel Kittels

Bin also der Suche nach einer Alternative, die ich darüber ziehen könnte. Marx-Etzel passt zeitlich zwar nicht, aber vielleicht gibt es ja etwas Vergleichbares? Kann mir da jemand helfen?
Die Tunika des Mannes von Oberaltendorf sieht genauso aus und der Fund wird auf das 3. Jhd. datiert. http://de.wikipedia.org/wiki/Mann_von_Obenaltendorf

Aber eigentlich soltest du drüber doch einen Rechteckmantel tragen. Ist der nicht warm genug?

Leuthari

unregistriert

9

Freitag, 28. Januar 2011, 14:11

Vielen Dank für die Information. Ich denke, ich werde mich dann demnächst mal an den Kittel von Obenaltendorf machen. Aber aus der Beschreibung Schlabows werde ich was die Säume angeht nicht ganz schlau. Meint er, dass diese am Armloch und Halsloch lediglich einmal umgeschlagen wurden un dann der Überwchlag mit Überwendlingsstich einfach auf der Innenseite des Gewebes auf die Tuchbahn genäht wird oder würdest du diese eher doppelt umschlagen und dann ebenfalls mit Überwendlingsstich festnähen? Die Seitennaht soll ja angeblich mit dem Vorstich geschlossen worden sein... ?(

Und trotz Mantel ist s recht zugig ;)

10

Freitag, 28. Januar 2011, 17:42

RE: RE: Schnitt und Naht des Marx-Etzel Kittels

Die Tunika des Mannes von Oberaltendorf sieht genauso aus und der Fund wird auf das 3. Jhd. datiert. http://de.wikipedia.org/wiki/Mann_von_Obenaltendorf



Finde die Streifen an der Brust schön (an der Tunika).
(wieso soll das Stoff immer nur einfärbig, oder Karro-karriert sein? Die Streifen sind ebenfals belegt).
Joze

Beate

unregistriert

11

Sonntag, 30. Januar 2011, 08:51

Aber aus der Beschreibung Schlabows werde ich was die Säume angeht nicht ganz schlau. Meint er, dass diese am Armloch und Halsloch lediglich einmal umgeschlagen wurden un dann der Überwchlag mit Überwendlingsstich einfach auf der Innenseite des Gewebes auf die Tuchbahn genäht wird oder würdest du diese eher doppelt umschlagen und dann ebenfalls mit Überwendlingsstich festnähen? Die Seitennaht soll ja angeblich mit dem Vorstich geschlossen worden sein... ?(
Im Text steht: "Die Kanten des Ärmelausschnittes sind im Schlingenstich umnäht,
und so ist auch das 36 cm breite Halsloch gefestigt worden."

Zur Seitennaht: bedenke bitte, dass es sich um ein gewebtes Stück handelt, die Seitenränder sind also Webkanten.

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