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Samstag, 30. April 2011, 00:16

Zitat:
"Dass die Qualitäten des Handwerks stagniert, oder gar "ausgestorben" sein soll. halte ich für unwahrscheinlich. Patricks Hinweise, z.B. auf die sensibel ausgeführte Ajourtechnik der Eisenscheiden von Goeblange-Nospelt, (...)"

Was Annahme "eiserne" angeht, habe genugende Argumente mit Lit. zitiert ,die waren nicht aus Eisen. Die waren aus Bronze oder Messing oder sogar aus Silber und der Stefan J. musste dann eine Reco aus Eisen machen, aber ich habe da Verlinkung mit anderem Argument (Tombak) verlinkt. Hat die keiner gemerkt? (@Duodorix)
Zitat zur Schwertscheiden aus Göblingen-Nospelt - die sind aus Bronze!!: "Die zahlreichen, gut erhaltenen Grabesbeigaben lassen mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass es sich bei allen vier Toten um berittene Schwertkaempfer des spaetkeltischen Adelsstandes handelt. Die besonders langen Schwerter der Graeber A, B und C, deren Scheiden zum Teil mit bronzenen Zierplatten in reicher Durchbrucharbeit versehen waren, gehoeren zur spaetesten Entwicklungsform von spaetlatenezeitlichen Schwertern. Ausserdem zeigen die ausgegrabenen Reitersporen und Lanzenspitzen auf eine Zugehoerigkeit zum Ritterstand hin. "

Und habe ebenso schon 3 mal gesagt, dass S Lt Zeitspannung mindestens 100 Jahre dauert - die Schwertscheide von Göblingen-Nospelt ist datiert in Zeit um das J. 20 BC /dabei habe viele Liter. Hinweise zitert wegen den Datation (@Duodorix wieder) und dazu habe noch diesen Zitat da oben verlinkt, dass es ein Reittergrab war, also wieder eine Ausnahme (alle Krieger waren wieder nicht Midglieder von der Cavalerie) und wo klar steht, dass erst gegen Ende der Lt Zeit in einigen Regionen zur neuem Kultur-Produkten-Einstoss kam, nicht aber überall (der Gall. Krieg war ja schon vor 30 Jahren erledigt - die Grossvater schon längst verstorben, wenn wir in der Zeit um das J. 20 BC sind), Zitat:
"During the Mittellatènekultur flat graves with fire funerals are the rule. Very rich graves as in the Frühlatènezeit are missing. In the Spätlatènezeit is remarkably small the number of the grave fields in some regions. Possibly the dead ones are bestattet here in a way, which does not leave traces in the soil. In other regions such as Gallien against it further flat grave fields are put on. Toward end of the Spätlatènezeit it comes in some regions also again too expressed richly equipped graves, e.g. in Göblingen Nospelt (Luxembourg)."
Zitat ist von da: http://www.worldlingo.com/ma/dewiki/en/La-T%C3%A8ne-Zeit
Dabei habe auch schon gesagt, dass diese Ausstattung erst gegen Ende der Lt D2, bei uns Ende von Stufe Mokronog IIIb vorkommt und dass die schon sehr stark römisch ist. Es handelt sich um Ende der S Lt und bedeutet eher eine Ausnahme und keine S Lt Leitform allgemein.
Zitat zum Grab B aus Göblingen-Nospelt mit durchbrochener bronzener Schwertscheide:
" Grab B ist, aufgrund der hier vorgefundenen Beigaben, eines der fruehesten roemischen Graeber des nordostgallischen Raumes. " (sic -ist es also gleich wie bei uns da), Zitat zum Grab A: "Grab A schon ein eindeutiges Mischinventar aus teils keltischen, und teils roemischen Beigaben vor."
Vom Link: http://www.mauerhenri.com/Reiter.html
Noch ein Link zum Nat. Museum in Luxemburg, wo steht es, in welchem Abteil die Gräber aus Göblingen-Nospelt sind (früh römisch! - so wie ich eben schon spreche und dazu Zitate/Lit. belegt habe): http://www.kelten-info-bank.de/museen_i-r.html
(""Luxembourg
Musée National
d’Histoire et d’Art
Treverergrabgruppen der frührömischen Zeit
aus Göblingen-Nospelt "" )

Also, die seganz spätte S Lt Schwerte sind nicht ein Fall, aufgrund welchen wir sagen dürfen, S Lt Tracht war allgemein reichlich verziert. Wie es mit anderen Schwertscheiden und ihren Verzierungen war, habe auch schon weit oben in meinen früheren Beiträgen aufgeschrieben.
Dass einzelne Akzente in den S Lt gibt, habe auch schon mal gesagt - was aber nicht bedeutet, dass einzelne Funde allgemein für die S Lt Verzierungen und Ornamentik gültig sind.

Genauso ist es mit der Tracht-Bekleidung.
Wie schaut aber Schmuck bei den Frauen aus? Gibt noch prächtige Glasperlen Ketten, schöne Torquen, viele Fingerringen, Armringe, gibt es Tracht mit mehreren Fibeln, so wie früher die Gräber auch ausgestattet waren etc...? Wir haben über Paralellen zur Tracht von den früheren Epochen noch gar nix konkretes gesagt.
Fibelform?
Noch immer schön verziert, mit M Lt Knöpfen ausgestattet, mit Korallen Einteilen dekoriert, mit Masken oder Tieren verziert auch noch?
Schon mal Übergang von Lt C2/ Lt D1 wo die Schliessungsknöpfen an der Bogen verschwinden, mit dem Fibelfeder verschmolzen bis dann endlich die Fibel nur noch an den horizontalen "D" errinern, weist auf, dass auch da allgemeine Vereinfachung auch stark vorgekommen wurde. In Grëbern wo die durchbrochene Schwertscheiden vorkommen, sind die Fibel ja schon sehr sehr vereinfacht oder kommen die frühere römische auch schon vor - neben den römischen Helmen Typus Weisenau A (früher kennen wir noch einige typisch S Lt Helme - bei uns sehr bekannte dei wieder eine Umarbeitung von den römischen sind).
Die Lanzen: auch welche schön mit punzierenden Ornamenten verziert, wie es früher bekannt war?
etc ....
Joze

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Joze Noriker« (30. April 2011, 01:07)


22

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 20:35

Zum Fremdimpuls bin ich grade über diesen Artikel hier gestolpert. Vielleicht findest du ja dort einige weitere Literaturangaben und neue Infos Volker.

Ronald Bockius: Fremdimpulse am Ende der Latènezeit im Rhein-Main-Mosel-Gebiet. IN: Miron, A. (Hrsg.), Studien zur Eisenzeit im Hunsruck-Nahe-Raum. Symposium Birkenfeld 1987. Trierer Zeitschrift, Beiheft 13.

Gruß

Patrick
CROM grant me Revenge! :rauchen:

23

Sonntag, 23. Oktober 2011, 22:19

Danke, Patrick. Ich nehme mal an, dass man die Schrift in der UB leihen, oder auch via RGZM beziehen kann.
Höre viel und sage nur nötiges.
Weise reden, weil sie etwas zu sagen haben, Toren sagen etwas, weil sie reden müssen. Plato 428-348

24

Montag, 24. Oktober 2011, 09:19

@ Duodorix
Das Buch gibts in der UB Trier (Signatur pa7227). Es ist auch ausleihbar.
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie von Ebner-Eschenbach. Österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »imoen« (25. Oktober 2011, 12:56)


25

Montag, 24. Oktober 2011, 09:25

Saarbrücker UB suche ich den Band leider auch noch. Müsste aber dort sein. Es scheint aber, dass du dann selbst in eine der Institutsbibliotheken musst. Nicht alle Bücher sind in der Sulb ausleihbar.
CROM grant me Revenge! :rauchen:

26

Montag, 24. Oktober 2011, 18:56

OK, schaumamal . . . , wird sich schon was finden. Nochmals danke für die Tipps! :)
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