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Riiabona

unregistriert

1

Montag, 31. Oktober 2005, 20:17

Für die gallische Damenwelt: Frisuren

Mesdames, nebst Schilder, Fischerei etc. sollen natürlich auch die zeitlosen Themen rund um die weibliche Schönheit ihren Platz im Forum finden.

Diese Runde eröffne ich mit dem Thema Frisuren.

Laut den Geschichtsschreibern, legten die Kelten sehr viel Wert auf ihr Äusseres. Selbst Cäsar erwähnte, wo er auch hinkam, überall waren die Gallier stets gepflegt. Nach der Inselkeltischen Mythologie soll der höchste Gott Lugus so reinlich gewesen sein, dass er strahlte wie die untergehende Sonne ( die er in der Mythologie auch symbolisierte (der reife Mann) Doch zurück zum Thema.

Die gallischen Frauen pflegten sich zu schminken und das scheinbar nicht zu knapp. Wenn eine Römerin sich stark schminkte, wurde sie gescholten, sie schminke sich wie eine Gallierin.

Also die Gallierinnen liebten es farbenprächtig. (Kleine Rii-These nebenbei) Ev. fanden auch bunte Bänder und Tücher den Weg in die gallisch-prächtige Damenfrisur.(Rii-These-Ende)

Ich habe mich ein bisschen auf die Suche gemacht, mit der antiken Frisurenwelt im Hinterkopf und wurde fündig. Hier gebe ich Euch ein paar inspirierende Links mit interessanten Bildern weiter mit den Worten: Viel Vergnügen beim Ausprobieren und verknotet Euch nicht

Römische und griechische Haarmode soweit das Auge reicht

Römische Frauenfrisuren nach Münzportraits

Nun wer welche Frisur von wem abgeschaut hat, das sei dahingestellt. Veranschaulicht man sich z.B die Bilder einer Epona, lässt sich unschwer erkennen, dass die Haare hier kunstvoll geflochten oder zumindest hochgesteckt getragen werden.















Liebe Grüsse
Riiabona

2

Donnerstag, 30. August 2012, 14:01

Archäologische Funde aus Les Martres-de-Veyre (F) und Elling (DK)

In Les Martres-de-Veyre bei Clermont-Ferrand gibts Funde von ganzen Haarschöpfen - der Nachweis, dass in gallo-römischer Zeit Frauen ihre Haare geflochten haben (revolutionär! :kiff: )

Quelle: Audollent, A., 1921. Les Tombes des Martres-de-Veyre. Man 21, 161–164.

Interessant ist der eingerollte Haarzopf in der Mitte - die Vermutung ist, dass er als Haarteil gedient hat.

Es gibt dort auch eine Mädchenbestattung, wo die Haare vorn mit einem doppelreihigen Buchsbaumkamm hochgesteckt gewesen sein sollen. Aber ich denke nicht, dass das im 19. Jh. dokumentiert wurde und schon Anfang des 20.Jh. waren die Haare selbst verschwunden.

Nicht gerade keltisch, aber auch interessant: die Frisur der Frau von Elling (bei Silkeborg), datiert auf 355 bis 205 v.Chr. Allerdings braucht man für eine authentische Rekonstruktion schon ziemlich lange Haare... und läuft dann vielleicht als rituell hergerichtetes Menschenopfer durch die Gegend, wer weiß?!?
Flechtanleitung als Bild: http://www.tollundman.dk/ellingkvinden.asp
http://de.wikipedia.org/wiki/Frau_von_Elling
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie von Ebner-Eschenbach. Österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

3

Donnerstag, 30. August 2012, 17:06

Danke!!! Schöne Links!
Marled
Kleidermotte in historischen Textilien aus Leidenschaft!
Näheres dazu in meinem Blog
Archäotechnik - textile Fläche

4

Sonntag, 2. September 2012, 22:57

Ohja, schoene links, vielen Dank!! :kiss:
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."
Teresa von Ávila

5

Montag, 3. September 2012, 13:09

Sehr gut, genau!

Joze

6

Dienstag, 4. September 2012, 14:20

Danke für das Lob!
Und noch was Haariges, diesmal aus Griechenland: die Frisuren der Karyatiden der Säulenhalle des Erechteion, Athen, 4. Jh.v.Chr.
Katherine Schwab von der Fairfield University hat diese Frisuren 2009 mit Studentinnen nachgestellt, um zu prüfen, ob den Bildhauern die Fantasie durchgegangen ist oder ob man diese Frisuren so herstellen kann. Man kann...
http://www.fairfield.edu/cas/ah_caryatid.html
Videoschnipsel der Begleit-DVD zum Projekt: http://faculty.fairfield.edu/mediacenter…a/caryatid.html
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie von Ebner-Eschenbach. Österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

seviclara

unregistriert

7

Sonntag, 30. September 2012, 18:27

Oh, danke für eure Links ich muss das gleich mal ausprobieren!!

8

Freitag, 6. Juni 2014, 07:39

Da hier doch einige Links nicht mehr gehen und wir grade woanders dieses Thema hatten, möchte ich euch auf einen YT-Kanal aufmerksam machen. Janet Stephens rekonstruiert antike Frisuren und zeigt in ihren Videos Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=83V38YbkQJs (Quelle: www.youtoube.com)
Alter spielt überhaupt keine Rolle - es sei denn, man ist ein Käse (Sprichwort der Helvetier)

9

Freitag, 11. Juli 2014, 08:43

Meine Freundin hat sich neulich mal als Ornatrix betätigt und den römischen Tutulus an mir nachgestylt.

[img]http://forum.wild-und-wuerzig.de/download/file.php?id=150&mode=view[/img]

[img]http://forum.wild-und-wuerzig.de/download/file.php?id=150&mode=view[/img]

(Quelle: Eigenes Forum, eigenes Bild)
Alter spielt überhaupt keine Rolle - es sei denn, man ist ein Käse (Sprichwort der Helvetier)

10

Freitag, 11. Juli 2014, 14:54

Leider funzen die Links nicht. Und die händisch eingefügte URL klappt auch nicht!
Marled
Kleidermotte in historischen Textilien aus Leidenschaft!
Näheres dazu in meinem Blog
Archäotechnik - textile Fläche

11

Freitag, 11. Juli 2014, 15:08

Dann so:

Tutulus



Sry, mit manchen Funktionen bin ich nicht sehr vertraut.
Alter spielt überhaupt keine Rolle - es sei denn, man ist ein Käse (Sprichwort der Helvetier)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Morgan« (11. Juli 2014, 15:08)