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Noreya

unregistriert

21

Samstag, 29. Juli 2006, 18:06

Vielen Dank erst mal Leute!

Ich habe den Torques heute in die von Gabanorix empfohlene gesättigte Salz-Wasserlösung gelegt. Da keine meiner Glasschüsseln groß genug war, habe ich den Topf mit Alu ausgelegt und zusätzlich noch Aluschnipsel reingetan. Ich laß das jetzt mal bis Montag vormittag so stehen und poliere dann.

Sollte die Prozedur nicht helfen, kaufe ich mir die von dir, Steve, vorgeschlagene 000Stahlwolle und einen dieser Polierschwämme, die Roberturix erwähnt.

Zum Foto von Steve: ist schon klar, daß Farben auf einem Foto durch das Licht verfälscht sein können, aber mein Bronzereif scheint sehr viel rötlicher zu sein.

Ich habe mich jetzt auf Wikipedia umgesehen und mir Infos zu den Legierungen geholt. Ich hatte ja (Laie eben) keine Ahnung was Tombak und Alubronze sind - Alubronze fände ich übrigens auch seltsam. Dann kann ich beim nächsten Kauf ev. nachhaken und mich genauer informieren, was verwendet wurde.

Die Kelten liefen bestimmt nicht mir Patina auf ihren Schmuckstücken und vor allem Waffen herum. Das heißt für mich, wenn man wirklich A sein will, sollte man es auch nicht tun.

Also, nochmal dankeschön. :kiss:
Grüße, Noreya.

P.S.: Ich hab' mich auch schon gefragt, ab wann genau welche Legierung belegt ist und wie die Mischverhältnisse aussahen. Wieviel % Kupfer auf wieviel % Zinn verwendeten die Kelten? Und wieso wurde kein Schmuck aus Messing hergestellt? Ist das Material ungeeignet, oder was?

Steve

unregistriert

22

Samstag, 29. Juli 2006, 19:07

Zitat

scheint sehr viel rötlicher


DANN dürfte der Kupferanteil in Deinen Schmuckstücken sehr hoch sein.

23

Montag, 31. Juli 2006, 21:51

Hi Noreya,

den selben Halsreif hab ich auch seit Juni letzten Jahres ununterbrochen getragen, bis ich vor 3 Monaten auf einen LTA-Anhänger umgestiegen bin (das ist leider ein Frauentorc soweit ich weis). Patiniert ist er mir nie trotz Schweiß, war mit ihm auch unter der Dusche, vielleicht gerade deswegen?

Und ja er ist in der tat rötlicher als die normalen Bronze oder Tombakreplikate. Das war aber auch bei meiner Maskenfiebel von Markus Neidhardt so der eben auch diese Torcques herstellt. Seine Ware scheint generell Kupferlastiger zu sein.

lg Stephan

gabanorix

unregistriert

24

Montag, 31. Juli 2006, 22:52

bronze-rot

wahrnehmung ist so eine sache...

meine aballá ( welche das perfekte farbauge besitzt )

sitzt gerade neben mir, und sagt , dass die lyra auf dem foto wesentlich rotstichiger ist, als die rüstung.

meine farbwahrnehmung ist nicht perfekt, aber gerade bei metallen bin auch ich geschult.

insbesondere das obere drittel der lyra zeigt deutlich eine rötlichere farbe.

bronze, wenn sie "hoch" legiert ist, sprich 13% zinn enthält, ist immer noch recht rot.
13%ige bronze kann man fast nur noch giessen, für schmiede- wahlweise treibarbeiten ist sie zu spröde.

halsreife, oder auch fibeln mache ich auch lieber aus 6-8%iger bronze, die ist sehr rot, aber in der federkraft unschlagbar.

klar, dass die römers messing hatten, die hatten ja auch genug menschen, um nachzuschicken.

wenn ich bronze verfügbar habe, mach ich keinen panzer aus messing, weil der einfach zu instabil ist.

sebastian

Noreya

unregistriert

25

Dienstag, 1. August 2006, 18:05

Hallo meine Lieben,

kann sein, daß etwas höherer Kupferanteil für die Sachen von Marcus typisch ist.

Aber, DANKE Gabanorix, ich habe nach 2 Tage im Salzbad den Torques gester poliert und er ist - fast - wie neu. Außer einem kleinen, braunen Fleck auf einem der Pufferenden ist nichts mehr zu sehen. Die häßlichen, weißlich-grauen Flecken sind jedefalls komplett weg. Glanz wieder da, alles bestens!

Im Gegensatz zu dir Dain, habe ich den Torques noch nicht getragen. (Außer ab und zu für kurze Zeit, beim Schlafen muß ich mich noch dran gewöhnen.) Es kann gut sein, daß gerade durch das ständige Tragen verhindert wird, daß die Bronze stumpf wird und Flecken bekommt. Bei Silber ist es ja ähnlich. Aber ich bin kein Spezialist, ihr wißt da sicher besser Bescheid, als ich.

Ich danke euch jedenfalls für die zahlreichen Tipps und Infos. :kiss:

Liebe Grüße,
Noreya

Bran Faol

unregistriert

26

Samstag, 19. August 2006, 13:42

In meinem Kräuterheilkundebuch steht die Verwendung von Ackerschachtelhalm- frisch zerquetscht und damit poliert.

Die enthaltene Kieselsäure löst das Problem auf natürlichem Wege.

Geht nicht so schnell wie Chemie ist dafür aber den Kelten bestimmt bekannt gewesen. :rolleyes: