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21

Samstag, 3. März 2007, 23:53

Zitat

Original von Steve Lenz
Back to topic:

Wieso sollen die "Kelten" eine solch lange und große Waffe am Hüftgürtel getragen haben?


Auf das wieso werden wir wohl kaum kommen, das sie es aber so gemacht haben belegen sie Position der Ringe und/oder Schwertketten. Werde mal ein Bild meines Setups posten wenn morgen die Akkus der Kamera wieder fit sind.
Gruss
Joachim

Steve Lenz

unregistriert

22

Sonntag, 4. März 2007, 00:47

M.W. waren die Schwertketten auch nur einhakbar und nicht fest mit den Ringen der Scheidenmontur verbunden.

Das sieht für mich eher wie eine zusätzliche Fixierung aus als die eigentliche Aufhängung.

Steve Lenz

unregistriert

23

Sonntag, 4. März 2007, 15:45

Sebastian, meintest Du rein zufällig diesen hier?



Der Krater von Philakokkinos (Zypern) und die Umzeichnung der Szene.

Wie sie sehen, sieht man nichts (vom Gehänge)...

24

Sonntag, 4. März 2007, 18:43

Steve, bei den typischen Schwertketten sind die letzten grossen Kettenringe direkt die Ringe mit denen die Brücke der Scheide verknüpft werden. Das ist jedenfalls archäologisch so dokumentiert, u.a. im Navarro.

Unten ein Bild meiner Reko. HAbe mit Systemen nach Rapin und nach Mathieu rumexperimentiert, habe aber dann einen leicht abgeänderten Vorschlag von Känel adaptiert der die Lage der Ringe in einem gut erhaltenen Grab minutiös analysiert hat.
Ich habe aber den Hauptgurt breit gemacht mit Einschnürungen für die Ringe so das sie am Ort bleiben und nicht verrutschen. So kann man trotzdem das Schwert im Nu vom Gurt streifen und diesen weiterhin tragen!
Des weiteren hab ich den kleinen Gurt spitzbogen-förmig geschnitten und mit einer Holzeinlage versteift. So habe ich die von Mathieu vor geschlagene "Schräglage" des hängenden Schwertes leicht nach hinten realisiert. Ich muss Mathieu recht geben dass das angenehmer ist als ein gerade hängendes Schert das immer gegen die Knie schlägt. Würde jetzt sogar das Schwert noch schräger montieren.
In Schweizer Gräbern LTB2-C1 gibt es alles von null bis zu 4 Ringen mit oder ohne Gürtelhaken, also sind verschiedene Variationen denkbar.
Gruss
Joachim






25

Sonntag, 4. März 2007, 18:51

Sieht wirklich gut aus. Die Schräger erreichst du ja durch die unterschiedliche Länger der Riemen zum Schwert was ich super finde. Diese schräge Lage des Schwertes wie Franck Mathieu es vorschlägt hat wirklich Vorteile beim Ziehen des Schwertes. Ich kenne Francks System aus erster Hand und Finde deinen Vorschlag für einen "Kettenlosen" Gurt für die FLT recht gut. Da ich auch mit 2 Ringen geplant hab(oft bei uns bzw. in den Gräbern die ich betrachtet habe) würde ich deinen Vorschlag auch berückschtigen! Bei Franck sitzt das Schwert aber auch sehr Stramm an der Hüfte. Ist das bei dir auch der Fall?

Patrick
CROM grant me Revenge! :rauchen:

26

Sonntag, 4. März 2007, 19:59

Noch ne Frage: Handelt es sich bei diesem Känel den du nennst um Kaenle Gilbert? Mich würde dessen Vorschlag interessieren. Falls möglich könntest du ja posten in welchem Buch o.ä. man seine Analyse finden kann. Ich würde die dann auf der Uni raussuchen oder per Fernleihe mir ranschaffen. Danke im Vorraus Divico.

Patrick
CROM grant me Revenge! :rauchen:

27

Sonntag, 4. März 2007, 20:16

Patrick: G. Kaenel, S. Favre,JbSGU 66, 1983, 189ff, auch in Furger-Gunti: "die Helvetier" Verlag NZZ

Verschieden lange Schenkel des V-Riemens langen nach meinen Versuchen nicht. Es braucht einen Hebel: Man steckt ein Stück Holz durch die Brücke an der Scheidenrückseite. Dann kann man durch Halten zwischen Daumen und Zeigefinger am Holz schön ermitteln welcher Hebel welche Schräglage erzeugt. Danach macht man dann der V-Riemen mit der Versteifung. DAs Schert hängt eigentlich nur am hinteren Teil des V-Riemens, der vordere trägt nicht, er stabilisiert nur.
Den Gurt muss man so nicht stramm tragen, der kann völlig locker sein!

Gruss

28

Sonntag, 4. März 2007, 20:31

Hier noch ein grösseres Bild. Man sieht wie das Schwert am hinteren Schenkel des spitzbogenförmigen Riemens hängt. Werde demnächst mehr Bilder und Beschreibung auf
http://www.nantaror.ch/
reinstellen




29

Sonntag, 4. März 2007, 20:58

Danke Divico. Ich bin auf die Bilder gespannt. Wäre schön wenn du noch ein Bild von der Rückseite auf eurer HP reinstellen könntest.

Patrick
CROM grant me Revenge! :rauchen:

Steve Lenz

unregistriert

30

Sonntag, 4. März 2007, 22:25

Sieht gut aus, Div - aber das obere Bild kann ich nicht sehen. Nur ein rotes "X".

31

Montag, 5. März 2007, 09:36

Weiss auch nicht warum der Link plötzlich nicht funktioniert, zuhause im Firefox seh ichs......muss es heut abend nachbessern

32

Montag, 5. März 2007, 09:38

Also anfangs seh ich das obere Bild, dann wieder nicht. Ich hab jetzt auch Firefox als Browser. Denke aber, dass untere ist vorserst ausreichend. Ich gedulde mich gerne bis zu deinem Bericht mit Fotos auf eurer HP! ;)
CROM grant me Revenge! :rauchen:

Areus

unregistriert

33

Montag, 5. März 2007, 17:43

Ich erstarre mal wieder in Ehrfurcht. Ich danke Euch .... dachte mir schon, dass mein Posting zu einem kleinen AUTSCH bei Euch führt. Ich gelobe Besserung :-)
Werde aus Euren Anregungen und meinen eher bescheidenen handwerklichen Möglichkeiten sicher was zusammenbasteln.

34

Montag, 5. März 2007, 22:24

neuer Versuch:



das Problem liegt vermutlich im Umlaut im Dateinamen....
Gruss
Joachim

35

Dienstag, 6. März 2007, 17:00

Hallo Schwertträger,
bei meinem Schwertgurt habe ich mir auch die Rekonstzuktion von Rapin als Vorbild genommen.
Oliver hat das Modell 1:1 nachgebaut, das fand ich aber sehr unpraktisch. Ich glaube er hat es inzwischen auch umgebaut.
Ich habe aber als erstes den Gurt breiter gemacht (5,5 cm). Dann habe ich eine Halterung für die Schwetscheide angenietet. Dazu habe ich die gleiche Anzahl von Nieten, Ringen und Gürtelhaken verwendet die auch gefunden wurden.
Dieser Schwertgurt ist schlicht und funktional, eben späte LaTene. Er sitzt in der Tallie, denn durch Schwertlänge und Körpergröße ergibt sich das automatisch. Ausserdem ist das ein Schwert und kein Schleppsäbel.
Ich denke auch dass das Ziehen des Schwertes nicht unbedingt schnell und geschmeidig gehen musste, sondern es war wichtig gut auszusehen. Schild links, Schwert rechts (sichtbar).
Abgesehen davon lässt sich das Schwert sehr wohl gut und auch schnell ziehen. Die Griff-Form lässt das sehr gut zu.
Mit etwas Glück bekomme ich jetzt auch noch ein Bild hinein.[IMG]http://www.teutatesnet.de/portal/modules.php?name=Gallery&act=thumbnails&album=61[/IMG]

Hoffentlich hat es geklappt
Grüße von Wolfgang

Steve Lenz

unregistriert

36

Dienstag, 6. März 2007, 17:16

Schauen beide (logischer Weise) ziemlich ähnlich, aber beide Konzepte sehen nicht schlecht aus. Handwerklich jedenfalls gut! :)

Areus

unregistriert

37

Donnerstag, 15. März 2007, 19:51

Zitat

Original von Steve Lenz
Laß´ihn doch, Div. So haben viele von uns angefangen (ich war Larper)! Vielleicht kommt irgendwann auch mal der "Kick", eine richtige Rekonstruktion nach Befund - und nicht nach persönlichem Gusto - in Angriff zu nehmen!? :)

Bei keiner meiner Darstellungen trage ich ein Schwert am Gürtel. Ich bevorzuge die jeweils zeitgenössische Variante: Den Balteus.



Hier mein urnenfelderzeitliches Bronzeschwert mit Scheide am Schultergurt (Balteus).


Hi Steve,

ich kann mir nicht so ganz vorstellen wie das ganze aussieht wenn es am Körper hängt. Hängt das Schwert dann Seitlich horizontal, oder trägt man das üben Rücken? Hast Du zufällig ein Bild von Dir wo Du das Teil umhängen hast? Das wäre wirklich super.

Gruß
Areus

Roberturix

unregistriert

38

Donnerstag, 15. März 2007, 20:13


(kleines technisches unter die Arme greifen für Wolfgang)

Steve Lenz

unregistriert

39

Donnerstag, 15. März 2007, 22:26

Der Balteus liegt über der rechten Schulter, das Schwert hängt diagonal auf Höhe des linken Rippenbogens.

Eigentlich ganz einfach, oder?

Areus

unregistriert

40

Sonntag, 25. März 2007, 20:07

geschafft. Mein erstes "keltisches" Schwertgehänge ist fertig.

Kern der Schwertscheide ist aus Holz, bezogen mit Ziegenleder, hinten vernäht, nichts geklebt, alles mit einem Leinenfaden.

Die Bleche sind aus Messingblech. Habe mir sagen lassen, dass es die zu der Zeit auch schon gab.
Sind durchbohrt und hinten mit Lederriemen gebunden.

Die Aufhängung sind zwei geschmiedete Eisenringe und Leder.

Getragen wird das Schwert an einem breiten Ledergurt über der Schulter

Wie findet Ihr sie?