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Mittwoch, 26. September 2007, 11:20

Glauberg-Forum

Termine des Glauberg-Foums 2007:


Beginn der Veranstaltung jeweils 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Dorfgemeinschaftshaus Stockheim
Der Eintritt ist frei.
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15.09.2007:
Prof. Dr. Egon Schallmayer:
„Kulturwandel um die Zeitwende“
Späte Kelten, frühe Germanen und der Einfluss Roms in Hessen

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27.10.2007 :
Frank Bodis, Monika Bosinski, Angelika Ulbrich:
„Fürstengräber im Labor“
Restauratoren berichten über ihre Arbeit an Funden vom Glauberg

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24.11.2007:
Katharina von Kurzynski, M.A.:
„Vergängliche Pracht“
Textilien aus den Fürstengräbern am Glauberg und von anderen
keltischen Fundorten

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26.01.2008:
Prof. Dr. Angela Kreuz:
„Von Fürsten, Hirten und Bauern“
Archäobotanische Überlegungen zu Landwirtschaft, Umwelt
und Ernährung im Umfeld des Glaubergs

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23.02.2008:
Dipl.-Prähist. Leif Hansen:
„Gut gerüstet in den Kampf“
Die Körperpanzerung bei den Kelten


Quelle: www.glauberg.de


Achtung:
Dieser Thread dient nur zur Information über die Veranstaltungen.
Diskussionen zu Inhalten, Themen oder den Veranstaltungen selber bitte in einem eigenen Beitrag führen.

Admin
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Mittwoch, 26. September 2007, 11:21

Zeitenwende - direkt vor der Haustür

Zitat


Zeitenwende - direkt vor der Haustür

Landesarchäologe Schallmayer sprach in Stockheim über späte Kelten, frühe Germanen und den Einfluss Roms in Hessen
STOCKHEIM (hp). Im Rahmen der Vortragsreihe Glauberg-Forum referierte Landesarchäologe Professor Dr. Egon Schallmayer über den Kulturwandel um die Zeitenwende mit dem Thema "Späte Kelten, frühe Germanen und der Einfluss Roms in Hessen". Der Vortrag war der Auftakt zu einer neuen Reihe, bei der aktuelle Forschungen verschiedener Wissenschaftsgebiete vorgestellt werden. Alle Plätze im Stockheimer Dorfgemeinschaftshaus waren belegt, als Bernd-Uwe Domes, Geschäftsführer des Archäologischen Parks Glauberg (APG), die Begrüßung übernahm und insbesondere den Referenten, die stellvertretende Landesarchäologin Dr. Vera Rupp und die Organisatorin des geplanten Keltenmuseums, Katharina von Kurzinsky, willkommen hieß. Sodann trat Professor Schallmayer ans Rednerpult und gab einen Überblick über den Inhalt seines bebilderten Vortrags, der die Besucher rund eine Stunde in Bann zog.
Der Glauberg liegt am Schnittpunkt entscheidender historischer Entwicklungen, die sich im Übergang vom ersten vorchristlichen bis zum ersten nachchristlichen Jahrhundert in Südwestdeutschland ereigneten. Dazu gehörten der Niedergang der keltischen Kultur und das Aufkommen germanischer Formen, die teilweise Aufgabe von Siedlungsgebieten und die Auseinandersetzung zwischen örtlichen Stämmen und den römischen Truppen. Schließlich folgte die Eingliederung der Gebiete ins Römische Reich, zumindest für knapp zwei Jahrhunderte, bis der Druck der germanischen Stämme die Römer zum Rückzug aus dem rechtsrheinischen Gebiet zwang. Das alles geschah "gewissermaßen vor unserer Haustür", sagte Schallmayer, der in seinem Vortrag auch die Kämpfe um Gallien erwähnt, wie sie auch Cäsar in seinen Gallischen Kriegen berichtet.
Neben diesen Berichten lassen sich die Bewegungen der Armeen, die An- und Umsiedlungen von keltischen, römischen und germanisch geprägten Stämmen anhand archäologischer Funde nachvollziehen. So kann man beispielsweise aufgrund keramischer Funde erkennen, welche Einflüsse an den jeweiligen Fundorten vorherrschten. Schallmayer machte das zum Beispiel deutlich an Bad Nauheim mit der Entdeckung, dass dort bereits die Kelten Salz produzierten und die Römer diesen Platz ebenfalls zur Salzgewinnung nutzten. Mit Bad Nauheim ist man an der Stelle des Übergangs oder der Ablösung der spätkeltischen Kultur durch die Römer und Germanen, die sich unter anderem anhand von Keramikfunden verfolgen lässt, zieht Schallmayer daraus ein Fazit.
Auf dem Titelberg in Luxemburg stellten Archäologen fest, dass dort ein spätkeltisches Oppidum aufgegeben wurde. Bei Ausgrabungen entdeckte man Gräber mit umfangreichen Beigaben, die als römischer Import höchster Qualität angesehen werden. Bei Echzell in der Wetterau entdeckt man Hinweise auf eine Reitereinheit, die gallischen Ursprungs ist, aber von einem Julius Indus geführt wurde, ein Name, der auf eine Romanisierung hinweist.
Als ein Beispiel für die Romanisierung einer keltischen Familie gilt der Grabstein des Blussus, der in Mainz gezeigt wird. Blussus ist wie seine Frau in keltische Tracht gekleidet. Der Sohn, der Primus heißt, führt aber bereits die bulla, eine kleine Metallkapsel, die den noch nicht erwachsenen römischen Jungen auszeichnet. Sein Geld verdiente Blussus als Rheinschiffer im Dienste der römischen Armee. Sein Sohn könnte mit dem ererbten Reichtum seiner Familie im Hinterland von Mainz oder dem Limesgebiet eine villa rustica erbaut haben. Aus Kelten und Germanen wurden so römische Bürger, die sich im Sinne des Ganzen fühlten und sicherlich auch dafür eingesetzt haben. Das Wesen einer multikulturellen Gesellschaft hat unter Roms Herrschaft offenbar funktioniert. Mit dieser Schlussfolgerung endete Schallmayers Vortrag.
Weitere Vorträge finden noch bis Februar einmal im Monat jeweils um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Stockheim statt. Der Eintritt ist frei. Die nächste Veranstaltung ist am Samstag, 27. Oktober. An dem Abend berichten Restauratoren über ihre Arbeit an Funden vom Glauberg unter dem Motto "Fürstengräber im Labor".


Quelle: anzeiger.net, 2007-09-26
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Donnerstag, 15. November 2007, 20:15

Fürstengräber im Labor

Zitat


Fürstengräber im Labor

Restauratoren berichten am 27. Oktober über ihre Arbeit an Funden vom Glauberg
STOCKHEIM (pd). Am kommenden Samstag, 27. Oktober, findet um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Stockheim die zweite Veranstaltung im Rahmen des Glauberg-Forums statt. Die Restauratoren Frank Bodis, Monika Bosinski und Angelika Ulbrich werden über ihre spannende und diffizile Arbeit an den Funden vom Glauberg berichten.
Im September 1994 haben Grabungstechniker und Restauratoren des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen das Fürstengrab am Glauberg geborgen, ein ungestörtes Grab aus frühkeltischer Zeit. Unter Anleitung von Dr. Fritz-Rudolf Herrmann, damaliger Landesarchäologe, entschied man sich schließlich für eine Blockbergung und anschließende Verbringung in die Restaurierungswerkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege nach Wiesbaden in das Schloss Biebrich. Nur dort war gewährleistet, die Funde nach neuesten Erkenntnissen und Methoden und mit wissenschaftlichem Gewinn zu bearbeiten. Das hier entwickelte und in dieser Form erstmals angewandte Bergungsverfahren wurde in den folgenden Jahren weiter modifiziert und erfolgreich bei zwei weiteren Blockbergungen am Glauberg eingesetzt.
Die Freilegung der Schichten und Befunde im Labor erfolgte unter dem Mikroskop mit Schabern, Nadeln und Feinwerkzeugen. Die einzelnen Fundobjekte waren mit Textilien, Leder oder Fell verhüllt. Einige Funde waren mit kunstvollen Bändern verschnürt.
Die Restaurierung der Objekte aus den Gräbern erforderte differenzierte Methoden. Je nach Material und Erhaltungszustand wurde ein spezieller Plan festgelegt. Die organischen Stoffe wurden beispielsweise durch Spülen oder mechanische Abnahme der Auflagerungen gereinigt. Die Freilegung der Metallfunde wie der goldene Ringschmuck erfolgte überwiegend mit weichen Schabern aus Lindenholz und Plexiglas. Die Restaurierung der Sandsteinobjekte war einfacher, da lediglich Verunreinigungen durch anhaftende Erde abgenommen werden musste.
Die Restauratoren werden den Besuchern am Samstag einen nicht alltäglichen Einblick in ihre Arbeit im Labor und an den faszinierenden Funden am Glauberg vermitteln. Die Archäologische Park Glauberg und das Landesamt für Denkmalpflege Hessen laden zu dieser Veranstaltung ein.
Der Eintritt ist frei.
www.glauberg.de


Quelle: Anzeiger.net, 2007-10-24
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Donnerstag, 15. November 2007, 20:16

Arbeit der Restauratoren eindrucksvoll verdeutlicht

Zitat


Arbeit der Restauratoren eindrucksvoll verdeutlicht

Zweites Glauberg-Forum in Stockheimer Dorfgemeinschaftshaus mit den wissenschaftlichen Ergebnissen der Kelten-Grabungen im Mittelpunkt
STOCKHEIM (jm). Trotz der großen Konkurrenz durch den Kalten Markt in Ortenberg war das zweite Glauberg-Forum im Dorfgemeinschaftshaus in Stockheim ein voller Erfolg. Rund 70 Besucher interessierten sich für die Ausführungen der Restauratoren Angelika Ulbrich und Frank Bodis vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege, die detailliert von den Untersuchungen der Gräberfunde auf dem Glauberg berichteten. Das Glauberg-Forum, eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Parks Glauberg, stellt wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die keltischen Sensationsfunde der Öffentlichkeit vor.
Bei der jüngsten Veranstaltung konnten die Zuhörer einen Blick hinter die Kulissen, in die Werkstatt und Labors der Restaurierungswerkstatt des Landesamtes in Schloss Biebrich, werfen. Viele Bilder veranschaulichten eindrucksvoll die komplizierte und aufwendige Arbeit der Restauratoren und wie in mühevoller Kleinarbeit neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden.
"Als Ende 1994 das reich ausgestattete Grab des Keltenfürsten gefunden wurde, konnte niemand ahnen, welche Folgen dies für Hessen und die Wissenschaft haben würde", führte Frank Bodis, Leiter der Restaurierungswerkstatt, aus. Alle drei Fürstengräber wurden im Blockverfahren geborgen.
Das heißt, die gesamten Grabkammern wurden ausgegraben und die Freilegung erfolgte in der Werkstatt. Dies ist ein teures Verfahren, das aber erst dazu führte, dass wichtige Funde überhaupt entdeckt wurden. An der Restaurierung und Konservierung der bedeutenden Funde ist auch das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz, die weltweit führende Restaurierungswerkstatt, beteiligt.
Am Beispiel der Sandsteinstatue des Keltenfürsten erläuterte Bodis, wie kreativ die Restauratoren archäologischer Funde sein müssen. Für eine Reproduktion des einmaligen Kunstwerks schieden die klassischen Abdruckverfahren aus, da zu befürchten war, dass die Oberfläche geschädigt würde.
Im Jahr 1996 war auch die heute eingesetzte Lasertechnik noch nicht fertig entwickelt und außerdem zu teuer. So arbeiten die Restauratoren mit einem Bildhauer zusammen, der durch ein neu entwickeltes, lasergestütztes Kopiersystem aus einem Buntsandsteinrohling allein mit Hilfe der klassichen Bildhauerwerkzeuge das Original kopierte.
Dafür mussten 355 Stunden aufgewendet werden. Zu den Aufgaben in der Restaurierungswerkstatt gehören neben dem Bergen der Funde auch das Anfertigen wissenschaftlicher Zeichnungen, das Erstellen von Arbeitsmodellen und Kopien. Außerdem werden die oftmals beschädigten und zerbrechlichen Teile stabilisiert. "Erst die Restaurierung ermöglicht eine anschauliche Präsentation im Museum", erklärte Bodis.
Angelika Ulbrich verdeutlichte dies in ihrem mit vielen Bildern unterlegten Vortrag, in dem die Funde aus dem zweiten Grab vorgestellt wurden. Für den Laien in den Erdschichten überhaupt nicht erkennbar, wurden dort eine bronzenen Bügelfibel, eine große Maskenfibel, ein Ledergürtel, ein goldener Arm- und Fingerring, ein Schwert mit Scheide und Schuhbesatz freigelegt. Möglich war dies auch für die Fachleute nur durch die Arbeit am Mikroskop, die allein durch die Blockbergung möglich war.
In dem zweiten Grab, dessen Umkreis 1997 durch geophysikalische Messungen ermittelt wurde, war ein junger Mann, wahrscheinlich Krieger, beerdigt. Das Knochenmaterial war vollständig vergangen, berichtete Ulbrich. Anhand einer anthropologischen Untersuchung der Zähne konnte das Alter auf 16 bis 20 Jahre eingegrenzt werden.
Der sehr schlechte Zustand des Toten und der Grabbeigaben machten die Untersuchungen sehr schwierig. Als bedeutendsten Fund bezeichnete Ulbrich die große Maskenfibel, die mit 109 Korallenperlen verziert war. Eine Rekonstruktionszeichnung verdeutlichte die Schönheit des eindrucksvollen Schmuckstücks mit roten Korallen auf goldglänzendem Metall. Ob eine Nachbildung erstellt wird, ist noch nicht sicher.
Am Ende machte Vera Rupp neugierig auf das Keltenmuseum, das 2009 auf dem Glauberg fertiggestellt sein soll. Das Ausstellungskonzept, das zurzeit erarbeitet wird, sieht keine reine Vitrinenausstellung vor. Wegen der von den Restauratoren beschriebenen Fragilität der Funde dürfen die Exponate nicht dem Tageslicht ausgesetzt sein und manche der Vitrinen müssen klimatisiert sein.
Das mache das Museum teuer, berichtete Rupp.


Quelle: anzeiger.net, 2007-10-30
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Sonntag, 2. November 2008, 12:03

Die keltische Saline von Bad Nauheim – Einblicke in die Salzgewinnung aus Sole.

„Glauberg-Forum”

Samstag 22. November 2008 19.00 Uhr



Information:

Die keltische Saline von Bad Nauheim – Einblicke in die Salzgewinnung aus Sole.


Referent: Dr. Guntram Schwitalla
Veranstaltungsort: Dorfgemeinschaftshaus Stockheim,
Vordergasse 5, 63695 Glauburg - Stockheim.
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Dienstag, 30. Dezember 2008, 18:39

Auch die pseudokeltischen Elemente beleuchtet

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Guntram Schwitalla erläuterte die archäologischen Grabungsergebnisse bei der einstigen keltischen Saline in Bad Nauheim

GLAUBURG-STOCKHEIM (em). Eine ganze Reihe Interessierter konnte Bernd Uwe Domes, Geschäftsführer des Vereins Keltenwelt am Glauberg, im Stockheimer Bürgerhaus zur Fortsetzung der archäologischen Vortragsreihe begrüßen. Diesmal stellte der Archäologe Dr. Guntram Schwitalla Grabungsergebnisse auf der Fläche der ehemaligen keltischen Saline in Bad Nauheim vor. Schon seit 150 Jahren gab es dort die Suche nach Spuren der Södertätigkeit - zunächst durch interessierte Amateure, seit 1950 immer wieder durch Fachleute des Landesamtes für Denkmalpflege.
...


Quelle: Kreis-Anzeiger, 2008-12-03
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Sonntag, 18. Januar 2009, 12:28

Gruben und Gräber auf dem Glauberg

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Gruben und Gräber auf dem Glauberg

Professor Christopher Pare spricht beim Glauberg-Forum

GLAUBURG (pd). Ein Vortrag von Professor Dr. Christopher Pare im Rahmen des Glauberg-Forums ist für Samstag, 17. Januar, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Stockheim angekündigt. Im Jahre 2007 hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter Leitung von Professor Pare in einer fünften und vorerst letzten Grabungskampagne ihre Untersuchungen zur Landschaftsarchäologie des Glaubergs abgeschlossen. Jetzt liegen die ersten spannenden Ergebnisse dieser Feldarbeiten vor. Dass auf dem Plateau des Glaubergs eine große eisenzeitliche Siedlung bestanden hat, ist schon lange bekannt. Doch auch im Umfeld des Berges konnten nun mehrere neue Siedlungsstellen festgestellt werden. Es handelte sich um kleinere Gehöfte, die die Menschen meist innerhalb des riesigen Systems aus Wällen und Gräben, das den Glauberg umgibt, angelegt hatten. Fast schon sensationell ist die Entdeckung eines ersten eisenzeitlichen Hausgrundrisses zu nennen, denn das Aussehen der Häuser vom Glauberg war bis dahin unbekannt. Sensationell war auch der Inhalt einiger großer Gruben, die Pare und sein Team in den vergangenen Jahren untersuchten. Hatten diese Gruben ursprünglich zur Lagerung von Vorräten gedient, so waren sie später zur Bestattung von Toten genutzt worden. Eine der Gruben enthielt sogar die Überreste von 20 Individuen. Über diese und viele andere neue Erkenntnisse zum Glauberg wird Christopher Pare nun im Rahmen der Keltenwelt-Vortragsreihe berichten. Der Eintritt ist wie immer frei.




Quelle: Kreis-Anzeiger, 2009-01-09
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Montag, 19. Januar 2009, 18:58

Glauberg-Forum 2009

Termine des Glauberg-Forums 2009:

17. Januar 2009, Samstag

Ergebnisse der jüngsten Forschungen am Glauberg
Vortrag von Prof. Dr. Chr. Pare, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
19 Uhr
Veranstaltungsort: Dorfgemeinschaftshaus Stockheim, Vordergasse 5, 63695 Glauburg-Stockheim


14. Februar 2009, Samstag

Das Projekt Keltenwelt – Aktuelles aus den Planungen
Vortrag von Katharina von Kurzynski M. A., Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Keltenwelt am Glauberg
19 Uhr
Veranstaltungsort: Dorfgemeinschaftshaus Stockheim, Vordergasse 5, 63695 Glauburg-Stockheim
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Donnerstag, 22. Januar 2009, 20:39

Mit jeder Antwort neue Fragen aufgeworfen

Zitat

Mit jeder Antwort neue Fragen aufgeworfen

Grabungsleiter Christopher Pare erläuterte beim Glauberg-Forum die bisherigen Ergebnisse der archäologischen Forschungen am Glauberg

STOCKHEIM (ph). Entstand die keltische Befestigung auf dem Glauberg infolge grundlegender Umbrüche in der Gesellschaft? Konnten die gewaltigen Graben- und Wallanlagen vielleicht wegen derselben Umbrüche nicht mehr fertiggestellt werden und der Glauberg mit seinem Kultbezirk wurde aufgegeben? Welche Bedeutung hatte die Befestigung des Keltenfürsten im gesamten Reich? Wie arbeiten Archäologen und wie schlussfolgern sie? Über diese vielfältigen Themen referierte der Grabungsleiter am Glauberg, Professor Christopher Pare, jetzt im Rahmen des Glauberg-Forums unter dem Titel "Gruben und Gräber - Ergebnisse der jüngsten Forschungen am Glauberg".Am Anfang jeder Ausgrabung stehe die einfache Feldbegehung, begann der Grabungsleiter seinen Vortrag. Gerade auf dem Glauberg habe es viele Oberflächenfunde gegeben, die man in die Eisenzeit datieren konnte. Das Problem bei Keramikscherben aus dieser Zeit sei, dass sie nicht verziert seien, wie in anderen Epochen, so dass es schwer sei, sie zu identifizieren und zu datieren. Spätere geomagnetische Untersuchungen, quasi Röntgenaufnahmen des Bodens, hätten direkt unter den Keramikfundstellen Gruben aufgezeigt. Diese 15 bis 20 Grubenfelder, die man auf dem Glauberg gefunden habe, ließen gemeinsam mit Spuren von Grubenhäusern auf mehrere gehöftartige Siedlungen mit 70 bis 100 Meter Ausdehnung schließen, so Pare. Von einer geschlossenen
Siedlung könne man jedoch nicht sprechen.
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Quelle und vollständiger Artikel: Kreis-Anzeiger, 2009-01-22

Sehr interessant die Ausführungen.
Allerdings waren es wohl eher die Etrusker statt den Cheruskern. ;)
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