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1

Dienstag, 26. August 2008, 15:58

Slowenen/slowenien/veneten/windischen

hallo zusammen!

Habe mir am letzte Wochenende mehreren Seiten zitaten vorbereitet über MIR retzelhaften Land und Leute: Slowenien. Deutlich: über unseren Herkunft (Sprache und Geo-Raum)

weiss nicht, ob Sinn hat hier alles zuzittieren (als allerletztes auch durch einige polit. Gründe, die noch immer vorhanden sind, obwohl nicht mehr so stark und durch denen auch hier bei uns die Kelten nicht so stark und mit Respekt behanndelt sind) - vielleicht am Anfang eine Quelle Angabe: es gibts in Venetischen Inschrift aus Karnischen Alpen erste erwähnung von Slowenen/Sloweneten/Slowinen (wie auch immer wir genannt waren) : S(L) ovonici

Und dass die lange gebliebenen retzellhaften gramattischen Brettchen aus Este mit slowenischen Sprache deschifrieren kann /übersetzt aus Vendisch ins slowenisch/ und die hat deschifriert eben ein "Slowene" - der Drago Kaplja

einige Links dazu:
Veneten in Slowenien (auch Fotos dazu)
austellung Veneten in Slovenien: Veneti na slovenskem (fotos)

und slow. Text mit englischen Resümee am Ende: www.korenine.si/zbornik/ (slowenische Würzel)

So wie ich nach dem Texten und nach Historischen quellen sagen kann, ist so:
1. es waren da Veneten mit ihrer Schrift und Sprache und Kultur/Kulten (einige noch bis Zeit vor zweiten Krieg erhalten ! ) Hier Buch: wer sind wir, Slowenen? (1999) - auf slowenisch
2. da waren auch die einheimische, die waren nicht die Kelten, dass beweisst hier erst schon starke Bronzezeit/Ha und spätter assimilation mit Lt Kultur - aber wieder NICHT überall gleich und stark vorhandene (!) - also:
die Einheimische (manche nennen die die Taurisken, manche sagen, Taurisken sind Kelten; manche: Taurisken sind die Einheimische) lebten nach dem Lt Zeit in hohen Bergen weiter - und dass soll die Name Latobiker heissen (link: vuga-devoto ) - und dass so in römischen Zeit unsere einheimische genannt waren (ich kenne Latobiker aber auch schon aus vorrömischer Zeit)
3.dann waren da auch in dieser vorgeschichtlicher Zeit die Slawen (Slawische Wörte in venetischen Schrift kommen immer wieder vor)

"Kelten" waren auch nur in einigen meist niedrigeren Teilen vertretten (meist neben Flüssen) - wärend "oben" im Bergen noch immer die Einheimischen weiterlebten (als nachträger der Unterkrain Ha Kultur)

es gibts in Slowenien heftige Diskussionen auf Foren darüber - wer (mehr) recht hat ....

Glaube - dass wir Mischlinge von mindestens diesen Kulturen/Völker sind (die habe ich noch unter gar keinen Fall alle erwähnnt - vor allem "die Stämme" nicht und auch die Stämme, die schon dammals geographisch so abgetrennt lebten, so wie heutigen slow. geogr. Ländern sind: Unterkrain; Kärnten; Steiermark; etc .... )

also: es war bei uns immer schon eine kontinuität mit einheimischen-Bevölkerung und sind nicht erst in 6. jahrh. eine nomadischen Slawen-Hierten aus russland gekommen (dafür berichten auch Chronisten und Funde)


Dadurch also ist die Diskussion Kelten in Slowenien? gar nicht einfach (auch über Slawen nicht) und dass, was habe ich hier ganz grob und oberflächlich aufgeschrieben, bedeutet eigentlich noch gar nicht im Vergleich mit noch mehr komplizierten "Wirklichkeit" :zwinker:

Liebe Grüsse!

J/B

2

Dienstag, 26. August 2008, 16:23

korenine.si ....

Habe überprüft wie hier die Seite korenine.si funktioniert:

es kann ERST nicht eingezeigt sein...
dann unten in Text (so sind die slowenischen einleitungen dazu . oder neu "goggeln" unter Link ) wiedererwähnung von korenine.si kliken - es öffnet sich die Seite Veneti.si - und dann ins Suchfeld "Veneti" aufschreiben - es sind mehreren Texten und weiteren Seiten als Ergebnisse

es sind in Wiki auf englisch auch viele Info über Noricum.

eben der Noricum soll erst nicht in römerZeit entstanden - sondern waren damit "alte" Einheimische gemeint .... und es gibts ein Bericht aus 6. Jahrh. dass hier eine slovenetische Prowinz war (von Paulus Diakonus ) - also schon kurz nach römischen Untergang soll hier eine neue Stadt im ehemalligem Noricum-Bereich sein - und dass Hl. Severinus unter gebliebenen Römer noch die "einheimische Bevölkerung" gesucht hat

Ne Frage: weiss jemand von euch da, wieviele Römern sind tatsächlich aus Italischen Raum in Noricum gekommen und wohin sind die einheimischen gegangen ?

Dass einheimische Tradition nach romanisation noch stark weiter lebte, beweissen auch noch viele Kultische Steine mit Inschriften von Keltischen Göttheiten in Kombin. mit römischen (sogar auf einen Stein können 3 einheimische/und römische Götter zusammen verehrt sein ! Ausstellung in Celje/Cilli; 2. jahrh. n. Chr; manchmal auch 3. Jahrh. n. chr.)

Natürlich mit laufe des Jahrhunderten hat sich einheimischer Einflüss verloren - aber oben zitiertes Text aus J. 480 von Hl. Severinus beweisst dass nicht .... er nennt zwei verschiedenen Völker: Römer und die einheimische

Habe noch mehreren Zitaten, glaube, es ist genug für ersten Mal darüber...

Dazu kann ich aber noch den Divico zitieren: sein Beitrag über DNK-Vorschung und den Gen-Code von Slowenen/Österreicher/Tschechen/Bayern

und genau so gross soll eins auch das Venetisches/slovenetisches Besiedlungs-Land sein (sind ja viele slawischen Geogr-Namen aus Alpen Bereich bis ins Schweiz bekannt) - vergleiche Bericht von den Gotte Jordanes (Ende 5. Jahrh. n. Chr.)

also: die Geschichte von meinen kleinen Land ist hoch-kompliziert (haha) :zwinker:

Liebe Grüsse!

J/B

Fredewulf

unregistriert

3

Dienstag, 26. August 2008, 21:56

Wenn ich dich richtig verstanden, beruht das ganze in erster Linie auf einer Gleichsetzung von Venetern und Venetern.
Tatsächlich ist es kein Einzelfall, dass unterschiedliche antike Völkerschaften den gleichen Namen tragen. Ein Zusammenhang ist meist nicht gegeben, trotzdem ist es immer Ansatzpunkt für merkwürdige Theorien. So sind etwa die Chatten nicht nur ein Stamm in Hessen sondern bezeichnen auch ein hethisches Volk.
Das da im Falle der Slowenen noch nationales Interesse dahintersteht, macht die Sache nicht einfacher. Inschriften mit "ergänzten" Buchstaben als Grundlage für bannbrechende Theorien finde ich ohnehin nicht so ganz brauchbar.

Was die unbekannte Sprache der "einheimische Bevölkerung" betrifft, habe ich hier noch ein Stück Tacitus für dich.
Germania, 43
43. An die Markomannen und Quaden schließen sich weiter rückwärts die Marsigner, Kotiner, Oser und Burer an. Von ihnen geben sich die Marsigner und Burer durch Sprache und Lebensweise als Sueben zu erkennen. Bei den Kotinern beweist die gallische, bei den Osern die pannonische Mundart, dass sie keine Germanen sind, und überdies ertragen sie Abgaben: sie müssen sie als landfremde Stämme teils an die Sarmaten, teils an die Quaden entrichten.
Tacitus unterscheidet hier 3 Sprache in der antiken Slowakei?: Gallisch, Pannonisch und Germanisch

4

Dienstag, 26. August 2008, 23:03

ja stimmt

hallo! ja hast recht,stimmt!
aber in ljubljana sagt man: a bs prsu? /richtig slow: ali bos prisel? : wirst du kommen?
also,fählen viele buchstäbe.
ja,es waren mehrere völker gemeinsam bei tisch/und altes volk war oft nicht ausradiert.:)

5

Mittwoch, 27. August 2008, 01:24

Ich hab jetzt nicht alles gelesen aber, wenn du etwas über die Ursprünge der Slowenen als Slowenen erfahren möchtest würde ich dir emphelen dich mit Literatur über das awarische Khaganat, die Langobarden, das byzantinische Reich sowie über die Ethnogese der Kroaten und Serben und der bulgarischen Söldnereinheiten während der Zeit des awarischen Khaganat zu befassen.

Natürlich werden da ein paar einzelne Restbevölkerungsteile bei der Slowenischen Ethnogese eine Rolle gespielt haben aber erst kurz davor haben Odoaker und Thoderich die Zivilbevölkerung bis zur Donau in Italien zusammengezogen (wie stark das heutige Slowenien davon betroffen war weis ich nicht genau). Und natürlich darf man wie immer die späteren nicht überschaubaren Vermischungen, Umwälzeungen und Zuwanderungen nicht außer acht lassen wie überall anders auch.

Und die Slawen kamen wohl hauptsächlich aus den Gebieten des heutigen Polens, Ukraine, Belarus und Slowakei und haben sich wohl schon ab dem 3. JH AD ausgebreitet allerdings hauptsächlich als Ackerbauern und Viehzüchter und nicht als Hirten. Die frühesten Erwähnungen dürften wohl die Anten und die Sclavenier betreffen, leztere in Nachbarschaft zu den Langobarden.

lg Stephan

6

Mittwoch, 27. August 2008, 11:22

Anten und Sclavenier

Hallo Leute! :updown:

Bericht aus frühen Mittelalter über Anten und Sclavenier kenne ich (steht auch in korenine.si drin).
Habe eigentlich drauf gezeigt - dass Slawen nicht erst ab 6. Jahrh. in unseren gebieten kamen (Hirten waren auch Viehzühte und Ackerbauer - die brauchten auch was zum "essen" ) - so wie es uns noch vor kurzem in Schulen gelernt hatten. Du schreibst ab 3. jahrh. - aber es sind auch Texte schon vorher bekannt - auf Venetisch und in slowenische Sprache/windische.
auch drauf habe gezeigt - dass wir hier noch längst nicht nur Slawen sind ( :zwinker: ) sondern wie du es schon schreibst - kamen nach Röm-untergang andere "Herschaften" hier...... aber wenn und warum - trotzdem. die Sprache hat überlebt ... wie denn, wenn hier nach deinen Text (und noch mein Teil dazu )Hunen/Avaren/Ostgoten/Langobarden/Bizantinen und spätt frankischen (ihr Grenzort war eben kleiner Ort Fala - von mir ca. 20 km ostlich richtung Maribor weg) und noch spätter Bayerischen Heeren hier auch waren ....

Mir ist aber Früh und Vorgeschichte mehr interessant .... :zwinker:

Schon damalls wurden erste¨Wörte auf slowenisch/venetisch/windisch aufgeschrieben .... und schon die Name Tauriski kommt zweimal anders vor: als venetische Taurisken und als norische Taurisken .... :zwinker:

und offiziell ist es auch bekannt - das die Ilyrer als Träger einheimischen Kultur (Ha) auch hier ihr einfluss hatten - und auch die venetische Schrift gebraucht haben aber auch die waren in dem zeit da nicht alleine...

es gibt schon jetzt nachdem wir selbständig sind, Bücher die auch Geschichte mehr historisch korrekt Erklären - es waren zahlreiche diskussionen darüber, wie unsere Geschichte als "wahr" interpretieren... und es gibt auch viele Foren hier - von verschiedenen Vereinen, die schreiben auch viel darüber...

Theorie, dass Slawen aus Osten kamen, stimmt schon: aber wann?
Nicht erst nach chr. zeit, sondern schon mit erste grosse Völkerungswanderung aus UhrGebiet den Indoeuropaier: es bestehen nähmlich viele ganz gleiche Wörte auch in Indischen Sanscrit, auch die Duall, die wir haben, hat der Sanscrit auch; dann gibts in Griechenland wo ja nie Slawen waren viele geographische Wörte - die ganz gleich zu slowenischen sind, etc ........


Grüsse!

J/B

Fredewulf

unregistriert

7

Mittwoch, 27. August 2008, 21:16

Wie ich bereits sagte, beruht diese ganze Theorie auf einer simplen Gleichsetzung der Veneter und mit den Venethern.

Das Problem:
- Es gibt einen italischen Stamm namens Veneter an der Adria. Dass die Veneter eine italische Sprache sprachen gilt außerhalb Slowenien als Lehrmeinung.
- Tacitus erwähnt ein Stamm namens Venether an der Ostsee und keine germanische Sprache spricht.

Die Theorie ist, dass die Bezeichnung Windischen oder Wenden eben davon abgeleitet. Bei den Venether macht da ja auch Sinn, denn das th würde nach althochdeutscher Lautverschiebung zum d, so erhält man den Namen "Wenden", der ja im deutschen lange Zeit Bezeichnung für alle möglichen slawischen Völker war.
Um so schöner ist ja noch, dass die Lokalisierung de Venether durch Tacitus auch noch perfekt zu spätantiken und gotischen Berichten passt. :lesen:

8

Mittwoch, 27. August 2008, 21:54

veneten und venden

ja fredewulf,stimmt! :) habe richtig nicht gewusst,dass in de die slawen so gennant waren,dass beweisst wieder dass wir slowenen NICHT südslawen sind,so wie wurde uns ex yugo wissen erklärt. :) wenn,dann westslawen und nicht südslawen,und wests. waren hier schon wesentlich früher! :)
grüsse!

9

Mittwoch, 27. August 2008, 22:17

Zitat

habe richtig nicht gewusst,dass in de die slawen so gennant waren,dass beweisst wieder dass wir slowenen NICHT südslawen sind,so wie wurde uns ex yugo wissen erklärt


West- Süd- und Ostslawen haben sich während des gleichen Zeitraumes ausgebreitet. Es ist nur eine willkürliche Unterscheidung zwischen Slawen die nördlich und südlich der awarischen und später magyarischen sowie bulgarischen Siedlungsgebiete lebten. Auch in dem Gebiet das als Kerngebiet dieser Steppenkulturen galt siedelten Slawen genauso wie auch in Griechenland vor allem in Thessalonike. Ergo sind nach der willkürlichen, neuzeitlichen Einteilung in West-, Süd- und Ostslawen die frühen Slowenen den Südslawen zuzurechnen. Hör auf heutige Nationalitäten mit den Namen und der "Identität" antiker Gens gleichzusetzen, das bringt nichts. Keiner ist wichtiger oder mehr wert als der andere weil er "West oder Süd" ist.

Übrigens gab es noch (V)Eneter am gallischen Ärmelkanal und in Kleinasien.

lg Stephan

10

Mittwoch, 27. August 2008, 22:19

Verzeihung es sollte natürlich heißen: west- süd- und ostslawische Kultur hat sich während des gleichen Zeitraums ausgebreitet.

lg Stephan

11

Mittwoch, 27. August 2008, 23:19

nee :)

hallo dain ii ! :) leider ist die theorie veraltet und erklärung dafür kann man auf korenine.si lesen.das ist eine erfindung den de archeol,die ebensolche tendenzen hatten,wie unsere ex yu/oder heutige venetische,die wieder nicht stimmt. die funde zählen und die sind da. die westslawen haben ihre theorie gewonnen,wir slow noch nicht! kommt morgen zitieren! :)

12

Mittwoch, 27. August 2008, 23:26

Ich weis zwar nicht was das heißen soll "die Westslawen haben ihre Theorie gewonnen" aber die Theorie die ich gerade vorgestellt habe basiert auf der aktuellen Fundlage.

lg Stephan

13

Mittwoch, 27. August 2008, 23:28

nachforschen

die theorie ist aus 19.jahrh./habe vor einigen min.ein anruf gehabt mit dem thema und auch von prof. K.RAY hinweis einen gewissen wiener keltologe darüber zukontaktieren. und dann werde noch archeol fragen und dann wird vielleicht was mehr draus zu verstehen! :) möchte nur wissen,wann wer...bye!

14

Mittwoch, 27. August 2008, 23:53

westslawen

wir slowenen sollen aus urland westslawen kommen /teil von böhmen und polen/und auch wesentlich früher,als man bis jetzt behauptet. die südslawen kamen aus steppengebiet spätter. warum den dnk code von slowenen ähnlich ist zu böhmen und nicht zu serben? :) auch sprache,die duall hat serbisch nicht.

15

Donnerstag, 28. August 2008, 00:02

meine familienname

die familiennamen
es sind wenige familiennamen wie meine ist in slow, für rest ex yug raum weiss nicht,so aus kopf kenne keinen, dafür aber in böhmen. die familiennamen in rest balkan haben eigenartiges ende, wir in slow haben den überhaupt nicht.wenn,dann ist man aus 'osten' :)
also,indizien gibts. :)

16

Donnerstag, 28. August 2008, 14:16

Paul Gleirscher

Hallo allen! :updown:

Habe schon oben geschrieben, dass sind viele verschiedenen Theorien über Slow. Vergangenheit bekannt. Nun werde Text aus Paul Glerischer Buch Mystisches Kärnten (2006:52-55) zitieren:
"slowenische Pseudogelehrte haben letzthin unter grossem öffentlichem Interesse die These vertreten, dass die Alpenslawen (Dain: also, nicht "Südslawen" ) und damit die Slowenen von den Venetern abstammen. Dabei wird die Existenz eines bisher unbekannten eisenzeitlichen Volkes im östlichen Mitteleuropa behauptet, der "Veneto-Slawen" Dieses Volk hätte in Weiterer Folge mehr als die Hälfte Europas in Besitz genommen und im Ostalpenraum die Kelten - und Römerzeit überdauert. Im Staat der Karantanen wäre dieses Volk erneut aufgeblüht, aber alsbald wieder unter fremdes Joch, nunmehr jenes der Franken, gefallen. die Slowenen wären demnach als Ureinwohner im S¸udostalpenraum einschliesslich Venetien zu verstehen, - die und das ist der aktuelle politische Bezug - nach dem Zerfall Jugoslawiens endlich wieder ihre politische Souveränität erhalten hätten, vorerst in einem Rest - oder Rumpfterritorium. Die Substanz solcher Argumentation, die sich in gleicher Form und mit entsprechend anderem ergebnis andernorts in Europa seit dem 16. Jahrhundert findet, bildet die gleichsetzung eigentlich getrennter Begriffe, die man mit dem Hinweis auf Klangähnlichkeit vornimmt, ohne fundierte Ableitungen zu suchen. Korrektheit im Umgang mit dem in gewisser Weise unvermeidbaren zufälligen Gleichklang von Wörtern und Begriffen aus verschiedenen Sprachen wird dabei jedenfalls nicht angestrebt.
Die Venden im nordöstlichen Europa zählen zu den Slawen und haben weder mit den Venetern an der oberen Adria noch mit den Illyren etwas zu tun. In Kärnten hat sich für die heute slowenischsprachige -nicht slowenische! - Volksgruppe der Name Windische erhalten, ja das ganze Herzogtum hiess einst danach. Hierin eine abwertende Bezeichnung zu sehen wendet sich gegen das bekenntnis zur historischen Entwicklung des Landes. die Bezeichnung Wende/wendisch/windisch für die Slawen (Fredewulf) berüht darauf, dass man in vorchristlicher Zeit glaubte, dass die Veneter im Raum der oberen Adria im Osten und Südosten an die Germanen grenzten, Die Finnen im Norden. Auch die Slawen (Wenden) wohnten an der Grenze zu den Germanen (Dain II ). eine unsaubere Trennung der ähnlich klingenden Namen führte rasch zu einer missverständlichen stammeskundlichen Sichtweise. Analog zur Venden -Bezeichnung für Slawen handelt es sich übrigens bei der Bezeichnung Welsh/Walsch/Walch für romanisierte Kelten bzw. Romanen (....)

wenn die Stämme im Südostalpenraum während der älteren Eisenzeit also weder zu den Venetern noch zu den Illyren zählten, zu welchem Volk gehörten sie dann? (....)
diese Unsicherheiten bzw. die damit verbindene Zurückhaltung kann aber nicht das Argument für eine grosszugige Rückprojektion der keltenzeitlichen Verhältnisse im Ostalpenraum sein. (....) Doch darf die grundsätzlich weitgehend anzunehmende Bevölkerungskontinuität nicht mit einer kontinuität von Stämen und einem damit verbundenen politischen Selbstverständnis gleichgesetzt werden.
Mit Blick auf den Ostalpenraum sind für die vorrömische Zweit insbesondere die stammeskundlichen Verhältnisse um die Taurisker und Noriker anzusprechen. der keltische Stamm der Taurisker wurde seit langem am Oberlauf der Save, etwa in heutigen Zentralraum Sloweniens, angesiedelt. Polybios, der sie als erster nennt, kennt Taurisker auch in den Westalpen. Cato zählte zudem die Lepontier und Salasser in den lombardischen Südalpentälern zu den Taurisken. Mit bezug auf das hinterland von Aquileia und reiche goldvorkommen sprach Polybios von norischen Taurisken. (....) Damit wurde der Teilstamm zugleich angesprochen und einer grösseren Gruppe zugeordnet. Das war und ist aber keinesfalls als gemeinsame politische Ordnung, insbesondere im sinne der Unterordnung des Teilstammes, zu interpretieren. weil Polybios Taurisker auch in anderen teilen der Alpen nennt, sind diese als Grossstamm zu verstehen, die Noriker, die vermutlich erst im 3. Jahrh. v. Chr. keltisiert wurden, aber als Teil von Ihnen. (@Hans: Terminus Kelten)
als übergeordnete etikette der taurisker und anderer grossstämme findet sich im 3. und 2. Jahrh. v. chr. der Begriff Gallier, also Kelten. Im 1. Jahrh. v. chr. kannte man nur noch im Südostalpenraum Stämme, die zu den Taurisken zählten. Mit der steigenden bedeutung der Noriker in rom kehrte sich offenbar die stammeskundliche hierarchie um. die taurisker erschienen nun als Teil der noriker. (....)
Name der noriker ist eng mit jenem der göttin noreia verknüpft und, obschon indogermanisch, nicht der keltischen Sprache zuzuordnen. der Wortstamm -ner -könnte mit (magische)lebenskraft zu übersetzen sein und erscheint auch in anderen götternamen etwa der germanischen nerthus. der name des stammes hat deshalb wie der stamm selbst als vorkeltisch. "

Na ja.
einige quelle überliefert sein Text doch - merke aber, dass er keineswegs was über wert von slawen in diesem raum h¸oren will .... den sprachlichen ähnilchkeiten schreibt er nur "zufall" zu - obwohl dann auch eben name noriker/noreia auch genau "nur so" bestättigt.....noch mehr fragwürdig ist das ende den kapitel (s.57): "die weststeiermarkdie die immer wieder als siedlungsgebiet der uperaci zu noricum gezählt wird, gehört jedoch mit blick auf die archeologische funde, insbesondere vom frauenberg bei leibnitz, zum mittleren donauraum." (???? ) dann kennt er die funde in Dl museum überhaupt nicht! und weiss auch nicht, dass auch in heutigen slowenien grenze zwischen noricum und eben donau-panonnischem raum bei ort fala war (ca. 20 km ostlich von mir richtung maribor); nachdem also nur wenige kilometer nordlich überdie grenze liegende frauenberg tatsächlich pannonisch war. also: deutschlandsberg und vorallem die koralm/hebalm war selbstverständlich teil des noricum mit uperacen kelten auch! :zwinker:

anm: P. Gleirscher berühmter archeol. in Kärnten, in Landesmuseum Klagenfurt leiter des vor und frühgeschichtl. abteil und proff. an der uni klagenfurt

grüsse!

j.

17

Montag, 15. September 2008, 15:14

neue Quellen

Hallo Leute! :updown:

Habe für WE noch einiges dazu entdeckt und möchte meine Überlegungen über Thema erweitern:

1. buch von Karl Sicha: Namen und Schwinden der Slawen; Ljubljana: 1886; Verlag Kleinmeyer&Babmerg.

2. Buch von Profesor aus USA (Harward): Florin Curta: "The Making of the Slaves"; Cambridge University Press

3. ein Link: Robert Petric: Die Veneter Theorie und die Herkunft der Sklavenen (Der Author hatte für letztes WE einen Vortrag in Potsdam gehabt auf Fünfte Ankündigung mit vielen zusätzlichen details; IV internationale Tagung für Geschichtsanalythik, in Geschichtssalon Potsdam, von 12. bis 14. September 2008 (Aktuell)

(auf forumromanum.de wurde auch ein Beitrag von Eino veroffentlicht unter gleichen Titel)

4. www.veneti.info/de/
www.veneti.info - in Wien wurde 42 Seitiges Büchlein veröffentlicht mit diesem Thema (author: Dimitrij Kebe) unter anderem schreibt, dass soll sogar Caesar in Aeromorica die Slaven (?) als gebiet-bewohner nennen?

5. link: geschichte der Slowenen

und man "bekommt" viele slow. und deutscprachige B¸ucher, unter anderen auch vielen Exemplaren von Zeitschrift SITULA: DISSERTATIONES MUSEI NATIONALIS SLOVENIAE (aus Museum in Ljubljana) - die kann man bestellen unten:
blagajna@nms.si

ich stelle nur folgende Nr dar:
Nr 34: westilliricum und Nordostitalien in der spättrömischen Zeit; hrsg. Rajko Bratoz, 1996

NR. 39: Slowenen und die Nachbarländer zwischen den antike und Karoling. epoche, 2. Bde; hrsg. Rajko Bratoz, 2000

NR.39 (steht nochmalls), 40, 41 und 42: uber Noricum und Karantanien; die NR. 42 Situla hat genauso 2 Bde; und NR. 43 und 44 empfehle ich auch.

6. italiän. Authoren: Linguist: Mario Alinei in Buch: Origini delle lingue d?Europa (entwickelte die sog. Theorie der paleolitischen Kontinuität: die unterstütze ich auch! und lehnt die These über "spätten Ankunft" der Slaven ab) und
Giuseppe Sergi (Quellen für Lattein)


7. FORUM: www.tu-je.si/index.php

es sind verschiedenen Themen dargestellt, genauso z. B. "Slowenische Geschichte" in mehreren Teilen (mit reichlichen Quellen und Info)
Ein selbständiges Thread geht's über den Odin (nordisch): die Name soll aus slow. Wort "vodim" Stammen (auch wotan als seine andere stammt aus slawisches Wort) vodim = voditi (inf); 1. Fall Sing. = jaz "vodim" = auf Deutsch: "ich führe" und dass soll zu Name "Odin" passen (er "führt" - der Oberste als Kriegsgott)
Dass ist nur eine Name die auf dem Link thematisiert ist und dass bestättigt eben die These oben von Fredewulf: dass eins die Slawen oben in alten Wenden Gebiet wohnten und dass wir mit slowenische Sprache manche nordliche namen erklären dürfen.

Mehr interessant sind aber meine erste 2 Quellen oben: bin gespannt und neugierig, was ihr dazu sagt und diskutiert werdet! :zwinker:

(habe mir 11 Seiten zitaten und erklärungen dazu vorbereitet)

kleine Anm.: ich war schon seit immer neugierig nach neuen und "besseren" Kenntnissen von/über meinen Herkunft (Slowenien) und als Teil diesen Neugier bin auch ins Reco-Darsteller Szenne gekommen (Lt Zeit). Ich möchte da nur die Tatsachen vorstellen und keine andere (ideologische) Meinungen vertretten oder präsentieren.... :zwinker:

LG

J.

Fredewulf

unregistriert

18

Montag, 15. September 2008, 17:12

Hast du eigentlich schon einmal über eine Kontunuität von Venetern und Venezianern nachgedacht oder über die Frage, ob Venedig eine slawische Stadt ist? :zwinker:

Und welchen Platz nimmt die dalmatische, also balkan-romanische Sprache in dieser Theorie ein?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fredewulf« (15. September 2008, 17:13)


19

Montag, 15. September 2008, 17:32

jaa :)

Hallo!

Ja - stimmt es über kontinuität. Die These habe ich vor einem Jahr auch zweien Archeologen in Österreich (in Weisenberg und in Hallstatt) dargestellt und habe bis jetzt nicht gewusst (aus meinen Unwissen jedenfalls), dass auch Authoren gibt's die gleiche These präsentieren.

Hm Venedig ... ehrlich gesagt ist mir die Entstehung der Stadt nicht bekannt. wenn du die name meinnst: Veneten-Venedig-Vittorio-Venetto (Land)- Venetien: die Wörte haben schon viel gemeinsames :zwinker:

Ich möchte auch keineswegs sagen, dass NUR EIN VOLK in Geschichte wichtig war/oder führender (stärkste) - sonndern, dass es immer MEHRERE Einflüsse waren und bei dennen bleibt oft alte eineimisches Volk "am leben" - also, nicht "voll-assimilliert" (natürlich sind auch viele Fälle, dass auch manche Völker "ausradiert" waren etc....) - im Gründe also dass altes"Brauch" auf neue Weise irgendwie überlebte ....
Konkret: romanisation oder Christentum haben nicht "alles" einheimiches vernichtet und demoliert, STARK beeinflüsst aber schon...

Romanische Sprache und Slawen: ja auf einer HP Seite von einer UNI-Romanistik Abteil habe einige Wörte gelesen, die in Tabellen ordentlich dargestellt sind und stammen nicht rein aus "Romanisch-Sprächigen-Raum" an sich sondern aus Verschiedenen Ländern und Völkern aus Vorzeit - von Etruskern bis Serben auf Balkaninsel.

Hoffe habe was geantwortet... :zwinker:

LG

J.

20

Dienstag, 16. September 2008, 09:12

Pause :)

hallo Leute! :updown:

Ich werde jetzt eine "Pause" mit schreiben über dem Thema machen aus Gründen - dass vor allem meine 2. und 3. oben genannte Quelle überprüfft wird (von euch :zwinker: ) und dann was noch weiter diskutieren.

Dazu möchte nur noch einige "Landweltkarten/Stämmes-Landkarten" vorschlagen: z. B. von den Paul Gleirscher (in Buch: Mystisches Kärnten, S. 51)
Karte stellt dar diese Völker/Stämme:
1. etrusker und Veneter in Italien (veneter bis Slowenien)
2. Räter in Nord Italien und Teil von W KTN und O Tirol
3. Kelten in Region um Stadt Como in Italien; um Dürrnberg und Hallstatt herum
4. Auf Istrischen Halbinsel (Chroatien) die Istren (orig. aber richtig: die Histren)
5. in S Chroatien die Liburner und Japoden
6. in Slow. Raum Taurisken
7. in KTn Raum Noriker
8. um die Donau - die Pannonier Kelten

sein hinweis dazu:
"Völker, Stämme und ausgewählte bedeutende Fundorte zwischen Donau und adria im 5. Jahrh. v. chr.)

darauss folgt vieles: also, die Noriker oder Taurisken gelten überhaupt nicht als Kelten (!), etc .... was er aber auch schon oben in dem Artikel darstellt (den habe ich hier vorgestellt).
Hier blieibt mir auch interessant nachforschen: woher stammen z. B. die Taurisken, Noriker, veneter, etrusker, etc ... meine im Sinne: wir kennen meist die alte Stämme und Völker, als die schon durch Funde "bekannt und mächtig" waren, wie die endstanden sind, wird (meistens) noch unklar....

aber, bleiben wir bei den Quellen von Robert Petric und seinen Referat auf Tagung in Potsdam und bei den USA Author Florin Curta.

(dann werde ich aber auch das Thema beenden weil so ganz wichtig ist mir auch nicht und über Veneten kann man auch auf anderen Foren diskutieren)

Ich füge hier noch eine Quelle dazu:
auf Kongress "Ancient Inhabitans" der war in Ljuibljana von 9. bis 10. juni 2006 hat ein Author aus NL Pavel Serafimov (geb. in Bolgarien)Vertrag mit Titel "Celto -Slavic Similitaries" gehabt. Er vertrettet These, dass die Slaven auch in West-Europa waren (sowie der Ceasar berichtete über Aemorica-Bewohner) :zwinker:

LG

J.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Joze Noriker« (22. September 2008, 14:50)