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1

Donnerstag, 22. Januar 2009, 08:13

Metall polieren - Ancient way

Hi,

bei dem vielen Metall, mit dem wir so rumlaufen, ist es natürlich sinnvoll, das auch zu pflegen.
Sonst sieht es so aus, wei meine Lanze. Na gut, wenn er nicht an derVerletzung selber stirbt, so doch wenigstens an der Blutvergiftung.

Aber mal im Ernst:

wie macht ihr das im Kontext?

Klar, zu Hause geht das mit Schwabbel und NevrDull abre im Lager?

Ich hab das bisher mit Schachtelhälmen gemacht, wobei mich das Ergebnis nicht so überzeugt.

Die Alternative mit Bimsmehl und Olivenöl hab ich noch nicht versucht. Hat da jemand Erfahrungen?

Simon
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

2

Donnerstag, 22. Januar 2009, 12:31

Hallo Simon, hier ein Tip von Stefan Fromm: Zunder vom schmieden sammeln, zu Mehl zerstoßen und damit schleifen, geölter Lederlappen mit Zundermehl oder so. Das schmirgelt prima und ist absolut "A".

Catweals

3

Donnerstag, 22. Januar 2009, 16:44

Ich kann mich Wolfgangs Antowrt anschließen. Stefan hat mir diese Mischnung mit Hammerschlag(so heißen die sehr kleinen Metallsplitter die Wegspritzen) mal gezeigt. Ändy von der HDGM hat mir hingegen zum polieren Asche empfohlen. Sie polieren ihre Blankwaffen aber auch Musketen etc. miut Öl und Asche. Soll ebenfalls sehr gut zum aufpolieren sein.
CROM grant me Revenge! :rauchen:

4

Donnerstag, 22. Januar 2009, 19:25

Ja das mit Öl und Asche kenne ich auch!

Im militärischen 18.Jarhundert wurde nach beschreibungen zufolge die Waffen etc. mit einem Stück Holz oder Leder geschmirgelt und Poliert.
Oder mit zermahlenem Ton (Ziegelstein,Keramik, Pfeifenton etc.) mit Öl oder Wasser.

Zum Schmirgeln müssten funktionieren Kohle, Kreide, feiner Sand, zermahlener Ton, Schachtelhalm wie schon beschrieben, etc....

Anscheinend funktioinert das ja dann auch.

Ist jetzt sehr weit hergeholt und nur eine kleine Anekdote, aber früher wurde auch geschmirgelt mit Haifischhaut. Haifischhaut muss ziemlich rauh sein und im getrockneten zustand sehr gut schleifen. Hab ich aus Kirchenmaler Büchern. Nur mal so am Rande zu Alten Schleifmitteln.



In Keltischen Gräbern wurden oft Lanzen und Schwerter gefunden die mit Stoff umwickelt sind öfters mal ein groberes Tuch. Meiner Persöhnlichen meinung zufolge waren das eventuell mit Öl getränkte Stoffe die als Rostminderer um die Kritischen gegenstände gewickelt wurden.


Gruß Markus
„manus manum lavat“
(Eine Hand wäscht die andere)


http://www.epochenspringer.de/

http://www.projekt-latene.de/

5

Donnerstag, 22. Januar 2009, 19:50

Moin,



Zitat

In Keltischen Gräbern wurden oft Lanzen und Schwerter gefunden die mit Stoff umwickelt sind öfters mal ein groberes Tuch. Meiner Persöhnlichen meinung zufolge waren das eventuell mit Öl getränkte Stoffe die als Rostminderer um die Kritischen gegenstände gewickelt wurden.

Zum Thema Rost Schutz - Mein Bruder Falk (Sachsendarstellung) hat sich ein Kaninchenfell welches mit Öl getrengt ist in die Schwertscheide eingearbeitet, damit wird das Schwert beim ziehen und hineinstecken geölt und gepflegt. Vieleicht gibt es solche "Tricks" ja auch bei den Kelten ...

Da ich kein Schwert in der Darstellung targe habe ich mich damit auch noch nie richtig beschäftigt ... :zwinker:
Sebastian von Nagaroon

Sind die anderen auch oft eine Plage, Toleranz ist Göttergabe!
Zum guten "keltischen" Benehmen, gehört auch diese Gabe anzunehmen!

www.nagaroon.de

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&
antike Schmiede


gabanorix

unregistriert

6

Donnerstag, 22. Januar 2009, 20:44

rost und rast

ich unterscheide hier mal zwischen reinigen und polieren:

polieren- klar, geht mit der schwabbel, ABER : die schwabbel trägt material ab, kratzer oder rostflecken werdn vertieft, etc.

eine richtig gute "A"-Politur kriegt man mit einem hämatit (blutstein) hin. der grosse vorteil: das material wird durch das

polieren verdichtet und somit auch gegen korrosion geschützt. der grosse nachteil: die steinpolitur ist eine sauarbeit.

aber vielleicht passt man dann auch besser auf seine obeflächen auf ;o)

wir haben die meisten sachen bei uns im wohnzimmer hängen, und somit ständig vor augen. stahlteile regelmässich ölen

(bübchen-babyöl geht ganz gut, verharzt nicht so schnell wie olive, noch besser ballistol), bronze regelmässig mit einem alten

t-shirt abreiben.

auf veranstaltungen würde ich empfehlen , immer nur trocken zu arbeiten, leinentuch mit sand, oder ein leinentuch schon

zuhause mit rouge-polierpaste einreiben. natürlich macht auch ein hämatit einen professionellen eindruck, braucht halt ein

bisserl übung und geduld ;o)

am besten eben garnicht erst vergammeln lassen, und schon gar nicht nass wegpacken, gelle ?



sebastian

7

Donnerstag, 22. Januar 2009, 22:36

Zitat

am besten eben garnicht erst vergammeln lassen, und schon gar nicht nass wegpacken, gelle ?


Wie Wahr, Wie Wahr! Das ist der Richtige Satz!


Zitat

ein Kaninchenfell welches mit Öl getrengt ist in die Schwertscheide eingearbeitet


Also als einzige Gepolsterte Schwertscheide ist mir eine Latenezeitliche Gefütterte Holzscheide aus dem HEK raum geläufig. Diese Scheide bestand aus:
Ortband aus Eisen,
Scheide aus Erlenholz,
Eisenblech,
Leder,
Polster aus Leinenfasern und Baumbast,
Leinengewebe.

Ob da irgendeine Funktion in dieser richtung bestand ist nicht bekannt.


Gruß Markus
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8

Freitag, 23. Januar 2009, 10:25

Moin,

Zitat

eine richtig gute "A"-Politur kriegt man mit einem hämatit (blutstein) hin. der grosse vorteil: das material wird durch das

geht das mit Eisen auch ?

Ich kenne das nur von Bronze ...

Damit habe ich mal ein paar Bronzestücke bearbeitet ...

Ist die richtige Arbeit um sich mal einige Stunden auf einer Veranstalltung zu beschäftigen, man braucht gedullt und Zeit, das Ergebnis kann sich aber sehen lassen ...
Sebastian von Nagaroon

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9

Freitag, 23. Januar 2009, 11:39

Erklärt mal, wie das mit dem Blutstein geht?
Ist das so, wie wenn ich z.B. nen Tisch von ner Bohrmaschine abzihe?
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10

Freitag, 23. Januar 2009, 15:24

Moin,

ich habe da so einige Radiergummi große Hämatit mit dem ich das Bronzestück dann abreibe. Je nachdem wie groß, rund oval oder spitz der ist kann man Flächen, Rundungen und teilweise sogar in Ecken bearbeiten.

Bronze bekommt dabei einen schönen hellen Glanz ....

Mit Eisen habe ich das wie gesagt noch nicht probiert ...
Sebastian von Nagaroon

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gabanorix

unregistriert

11

Freitag, 23. Januar 2009, 17:23

am besten nimmst du ein tropfenförmiges stück hämatit, mit dem kannst flächen wie auch rillen undgewölbte formen

polieren, simon, und dann mit gutem druck ja, wie mit einem radiergummi über das material reiben bisschen übung,

am besten an einem "wertlosen" metallstück ausprobieren und üben, wie du dem stein am besten führst.

sebastian, klar geht das mit eisn auch, hämatit hat mohs-härte 7, da stinkt auh das noriche eisen ab dagegen ;o)

ach ja, und das wichtiste dabei, oberste oberflächendevise, die jeder lehrbub ert vom meister, und dann aus

der erfahrung lernt: das wichtigste an der politur ist die vorarbeit: schmirgeln, schmirgeln, schmirgeln.........

viel erfolg,

sebastian

gabanorix

unregistriert

12

Freitag, 23. Januar 2009, 17:25

leinenfutter

vom linenfutter würde ich füreisenwaffen dringend abraten, leinen ist hydroskopisch, und das kann kontraproduktiv sein

;o)

sebastian

13

Freitag, 23. Januar 2009, 17:34

Klingt interessant.
Und wo bekommt otto normal-elektroniker sowas her?
Baumarkt oder so?
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gabanorix

unregistriert

14

Freitag, 23. Januar 2009, 22:06

mineralienladen

im normalen mineralienladen, aufm jahrmarkt oder so. tropfen hab ich ad hoc keinen gefunden, aber

das hier:http://www.mineraliengrosshandel.com/pro…27iufhqeevb2ao0

ansonsten kannst auch alle faserigen quarzaggregate wie onix, karneol, chrysopras, calcedon oder so hernehmen, aber

günstiger ist der hämatit.

sebastian

15

Samstag, 24. Januar 2009, 10:15

Zitat

eine richtig gute "A"-Politur kriegt man mit einem hämatit (blutstein) hin.


Was heißt "A"- Politur giebt es irgendwo einen hinweis das im Keltischen Antiken Raum mit Hämatit Poliert wurde?

Mir is jetzt keiner bekannt.


M.
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16

Samstag, 24. Januar 2009, 10:24

Und ich reib damit einfach auf dem Metall rum?!
Mit nem Stein?!
Krasse Sache....
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17

Samstag, 24. Januar 2009, 11:14

Und ich reib damit einfach auf dem Metall rum?!
Mit nem Stein?!
Krasse Sache....


Joooo ... das ist ja nicht so das das Ding schafte Kanten und Ecken hat ...

sondern Blutstein (Hämatit) ist ein schwazer ganz glatter Stein ...

Also ich weis das im Sauerland und im Rheinland bereits in der Jungsteinzeit Mineralinen wie z.B. Jaspis Bergbautechnisch abgebaut wurden ...

Verdammt über Hämatit hatte ich auch was ...

wir haben da die Tage noch drüber gesprochen als wir im Bergbaumuseum in Bochen waren ... ?(

ich such das mal ...
Sebastian von Nagaroon

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18

Samstag, 24. Januar 2009, 11:17

Stefan Fromm hatte mir mal einen Plierstein gezeigt. Das Material hatte den Namen "belgischer Brocken". Fühlte sich sehr glatt an(würde als Laie jetzt sagen wie Mamor). Dieser eignet sich wohl auch zum polieren.
CROM grant me Revenge! :rauchen:

19

Samstag, 24. Januar 2009, 11:28

Moin,

Also in Schwarzwald ist schon vor 4000 Jahren Hämatit abgebaut worden ...

wohl um damit auch zu färben der er enthält ein rotes "Pulver" (?)

siehe meinen Beitrag: Früher Bergbergbau - allgemein

Und der Schwarzwald ist doch "Keltenland" - oder ....

Ausserden hat man bis dato nix poliertes ausgegraben das was alles mächtig vergammelt ... :zwinker:
Sebastian von Nagaroon

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20

Samstag, 24. Januar 2009, 12:32

Zitat

eine richtig gute "A"-Politur kriegt man mit einem hämatit (blutstein) hin.


Was heißt "A"- Politur giebt es irgendwo einen hinweis das im Keltischen Antiken Raum mit Hämatit Poliert wurde?

Mir is jetzt keiner bekannt.


M.
„manus manum lavat“
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