Dienstag, 22. Mai 2018, 12:10 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum Gallicum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Dienstag, 28. Dezember 2010, 13:05

Keltengrab bei Heuneburg entdeckt

Seit einiger Zeit wurde von Archäologen und dem Regierungspräsidium Stuttgart immer wieder ein "Sensationsfund" und "außergewöhnlichen Fund von herausragender Bedeutung" im Umfeld der Heuneburg erwähnt.
Heute wurde der Fund im Herrenhaus der Heuneburg von dem Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl, dem TübingerRegierungspräsident Hermann Strampfer und Grabungsleiter Dirk Krauße vorgestellt.
Es handle sich dabei um ein unberaubtes Keltengrab mit eine großen Menge Goldschmuck.
Das Enseble wurde nach Stuttgart gebracht.

Quellen:

Südkurier, 2010-12-28

Südkurier, 2010-12-28
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

2

Dienstag, 28. Dezember 2010, 13:20

Wie schwaebische.de berichtet, soll es sich um ein Grab aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. handeln.
Auf Grund der Lagerung im Grundwasser sei das Grab besonders gut erhalten.
Es sei als Block geborgen worden.

Zitat

Nach Einschätzung der Landesarchäologen handele es sich dabei, um „das Beste, was in den letzten 30 Jahren an prähistorischen Funden aus dem Boden gekommen ist“...
wird ein Regierungssprecher zitiert.

Quelle: schwaebische.de, 2010-12-28

Es soll sich, um das Grab einer Frau handeln. Es handle sich um ein Schachtkammergrab von 4 x 5m.
Der Block werde im Landesamt für Denkmalpflege BaWü unterasucht. Mit ersten Ergebnissen sei Mitte 2011 zu rechnen.

Quelle: schwaebische.de, 2010-12-28
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

3

Dienstag, 28. Dezember 2010, 14:52

Also auch Fotos etc. nicht vor Mitte 2011... schade, ich bin so gespannt!! :D
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."
Teresa von Ávila

4

Dienstag, 28. Dezember 2010, 20:33

Man, ist das spannend! Man könnte grad mithelfen, diesen Block "auseinander zu nehmen". Ich kann es kaum mehr erwarten, bis man davon mehr erfahren wird. Die Bilder sind ja mehr als vielversprechend.

Für mich wird es immer mehr zur Gewissheit, dass es sich bei der städtischen Siedlung auf der Heuneburg und um die Heuneburg herum um die keltische Stadt Pyrene handelt, die von Herodot erwähnt wird.

Gruß,

Thomas
DI BONI, QVANTVM HOMINVM VNVS VENTER EXERCET!

http://www.provincia-belgica.de/

5

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 03:20

Bergungsbericht in Schrift Bild und Ton auf SWR

hier der Bericht auf SWR text,video und interview

Link zum Bericht

6

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 08:00

Die ersten Stücke sind wirklich beeindruckend.
So eine Perle kam mir bisher noch nicht unter
Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. - Dalai Lama

7

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 10:38

"Lasst die Kinder nur viel lachen, sonst werden sie böse im Alter..."
Hrabanus Maurus

8

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 15:13

Zitat

So eine Perle kam mir bisher noch nicht unter


Gräberfeld von Ins ( http://de.wikipedia.org/wiki/Grabh%C3%BCgel_von_Ins ), dort gibt es eine ähnliche Kugel, komplett mit Granulierarbeit überzogen, deshalb vom Muster her ein wenig anders. Angeblich ein Männergrab. AO Museum Bern

Ein Berner Goldschmied macht Nachbildungen, gibts im Museum in Bern, aber "nur" aus Gold, die Kreditkarte kommt glühend aus dem Lesegerät.



Lit.: Kunst der Kelten, 700 v Chr - 700 n. Chr, Katalog zur Sonderausstellung Bern und Stuttgart, Seite 56

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hans« (12. Januar 2011, 20:26)


9

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 17:20

Die Erhaltungsbedingungen lassen ja auf viele schöne Textilfunde hoffen. Da bin ich mal gespannt, was Frau Fürstin (oder Häuptlingin?) so trug...
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie von Ebner-Eschenbach. Österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

10

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:02

Di boni,

ich habe den falschen Berufsweg eingeschlagen! Nicht, weil ich kein Goldschmied bin, sondern kein Archäologe. Könnte man jetzt nicht Archäologe in Stuttgart sein und beim "Auspacken" dieses Grabblocks mithelfen! Da würde man sich ja regelrecht vor den Wochenenden fürchten und auch der Feierabend hätte jeden Tag etwas Bedrohliches! Und am Zahltag würde man sich wundern, warum man auch noch Geld für so einen Traum bekommt!

Alles genau das Gegenteil, wie bei mir! :mecry:

Viele Grüße aus dem nördlichen Saarland!


Thomas
DI BONI, QVANTVM HOMINVM VNVS VENTER EXERCET!

http://www.provincia-belgica.de/

11

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:05

Uiiii! Ich will auch so nen Klunker!
Der Trend zur "Zweitdarstellung" ist ja vielerorts erkennbar, da kann ich ja auch eine machen :star: :star: :star: !
Autsch... das war mein Mann, sagt daß können wir uns nicht leisten :mecry: !
Gerda

12

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:57

Also mir gefällt die "neue" Perle von der Heuneburg besser, als die granulierte aus Bern. Es ist einfach immer wieder erstaunlich, welche wundervollen Arbeiten die Kelten vor über 2600 Jahren schon vollbracht haben. Da steht man als Hobbygoldschmied staunend und mit Verwunderung in der Ecke. Jemand der solche Kunstwerke schuf, kann nicht nur in Erdlöchern gehaust haben, wie sie so oft in Keltenparks dargestellt werden. Da muss es ordentliche Werkstätten gegeben haben, so etwas entsteht nicht zwischen Kuhstall und Strohlager. Das muss auch die Wohnkultur eine viel höhere gewesen sein, wie immer angenommen wird. Jemand, der so etwas zustande bringt, mit dem Wort Barbar in Zusammenhang zu bringen, zeugt von der Unwissenheit und Unkenntnis des Schriftstellers vor den wahren Verhältnissen. Ganz gleich, zu welcher Zeit über die Kelten geschrieben wurde. Vor allem bei Julius Caesar.

Mir treibt es jedesmal eine Gänsehaut auf den Körper, wenn ich darüber nachdenke. Ich habe die größte Hochachtung, vor diesen Menschen, die in ihrer Kultur und Zivilisation den Kulturen in der Mittelmeerregion nicht nachgestanden haben. Sie haben halt nur auf die Schrift verzichtet. Nicht, dass sie sie nicht verstanden hätten, sie wollten sie nicht benutzen, weil sie sie bei ihrer Art der Zivilisation und Wissensübermittlung nicht brauchten. Steckt darin nicht die größere Kunst und das größere Können?

Gruß,


Thomas
DI BONI, QVANTVM HOMINVM VNVS VENTER EXERCET!

http://www.provincia-belgica.de/

13

Samstag, 8. Januar 2011, 15:33

Moin,

mal kurz was aktuelles zum Stand der Dinge ...

http://www.lkz.de/home/lokales/stadt-kre…arid,35771.html
Sebastian von Nagaroon

Sind die anderen auch oft eine Plage, Toleranz ist Göttergabe!
Zum guten "keltischen" Benehmen, gehört auch diese Gabe anzunehmen!

www.nagaroon.de

Historische Keltendarstellung
&
antike Schmiede


14

Montag, 4. April 2011, 18:58

Keltenblock :-)

Es gibt eine Webseite vom Landesamt für Denkmalpflege mit allen Infos, Fernsehberichten etc.:
http://www.keltenblock.de/index.php
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie von Ebner-Eschenbach. Österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

15

Samstag, 4. Januar 2014, 13:26

neue Infos

Hi Leute,
anbei noch ein paar "aktuelle" (d.h.von vor 4 Wochen) Infos (click me!) zum "Keltenblock".
Ein interessanter neuerer Fund aus dem Grab dürfte wohl die Rossstirn (click me!) sein.
Ich hoffe, dass das nicht schon gepostet wurde und ich es übersehen habe! :tanz:
greetz
Marius

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marius« (4. Januar 2014, 13:31)